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Städtisches Gewerbliches BBZ I Würzburg

Jahresbericht 1995 / 96


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Inhaltsverzeichnis Jahresbericht 1995 /96


Fachgruppe Gaststättengewerbe




Themen:

Ganz im Zeichen unserer französischen Schulpartnerschaft

Wenn einer eine Reise tut, ...

Köche auf Schlemmerfahrt

Würzburger Stadtmeisterschaft im Gastgewerbe

Dritter bei der Bayerischen Jugendmeisterschaft




Ganz im Zeichen unserer französischen Schulpartnerschaft

Das Schuljahr 1995/97 stand ganz im Zeichen unserer französischen Partnerschaft. Geprägt wurde es von 4 Veranstaltungen. So arbeiteten französische und deutsche Schüler auf der Mainfrankenmesse 95 zusammen, vom 06.11. bis 24.11.1995 besuchten uns 15 französische Hotelfachschüler, vom 27.11. bis 02.12.95 nahmen 8 deutsche Schüler an einem Sprachkurs in Lisieux teil und vom 11.03. bis 29.03.96 waren 14 deutsche Schüler an unserer Partnerschule in Douvres la Delivrande.

Der Schüleraustausch geht nun in die 3. Runde und wird von 2 Säulen getragen. Zum einen die Praktika in Hotels und Restaurants Würzburg und Frankreich, zum anderen das Zusammenarbeiten französischer und deutscher Schüler auf der Mainfrankenmesse.

Mainfranken - Messe 30.09. bis 08.10.95

Das Lycée Professionelle Privé Notre Dame de Nazareth aus Douvres la Delivrande hatte auch in diesem Jahr zusammen mit der Franz-Oberthür-Schule und dem Bezirk von Unterfranken einen Verkaufs- und Informationsstand auf der Mainfrankenmesse. Die französische Gruppe bestand aus 18 Schülern und 3 Betreuern. Die 18 Schüler wurden in 3 Gruppen zu je 8 Schüler aufgeteilt. Eine Gruppe arbeitete zusammen mit deutschen Schülern in der Hotelküche unserer Schule und bereitete dort die Gerichte zu, die später auf der Messe angeboten wurden. Die zweite Gruppe war auf dem Messegelände und verkaufte die so zubereiteten Speisen mit großem Erfolg an die Messebesucher. Das Speiseangebot bestand aus insgesamt 4 Gerichten:

Lachsröllchen mit Wirsing und Räucherspeck

Kartäuser - Lamm mit Äpfeln

Huhn Vallé d'Auge

Paniertes Merlanfilet mit roter Butter

Darüber hinaus wurden vor den Augen der Messebesucher Pralinen und Schokoladenarbeiten hergestellt. Abgerundet wurde das Angebot durch kleine Brandteigkrapfen und viele verschiedene Apfelsorten mit und ohne Zuckerglasur.

Die dritte Gruppe hatte frei und war unterwegs die Stadt Würzburg und ihre Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Auf diese Art und Weise wechselten die Gruppen täglich ihre Aufgaben und es war für eine kurzweilige und arbeitsintensive Zeit gesorgt.

Die Schüler war sehr motiviert und man merkte ihnen die Freude an der Arbeit an, was sich wiederum auf das Ergebnis übertrug.

Betriebspraktika in Würzburger Fachbetrieben

Am 06.11.95 trafen um 21.30 Uhr, mit einer Stunde Verspätung, 15 französische Hotelfachschüler und 2 Betreuer bei uns in Würzburg ein. Für die nächsten 3 Wochen wurden sie in Hotels und Restaurants in und um Würzburg untergebracht. In diesen Hotels wurden sie je nach ihren Qualifikationen in Küche oder Service eingesetzt. Sie arbeiteten in ihrem Bereich jeweils mit einem deutschen Auszubildenden zusammen, besuchten mit ihm einmal pro Woche die Berufsschule und nahmen an verschiedenen Besichtigungen teil.

In den Betrieben wurden die französischen Schüler in den täglichen Arbeitsablauf integriert. In der Berufsschule wurde mit den französischen Schülern einmal ein französisches und das andere Mal ein deutsches Menü zubereitet und serviert.

Das französische Menü stand aus:

Duo von Jakobsmuscheln und Riesengarnelen

in Himbeerbutter

Frikasssee von Kanninchen mit Cidré

und buntem Kohl

Normannischer Apfelkuchen

Am nächsten Schultag wurde dann ein deutsches Menü zubereitet:

Fränkische Festtagssuppe

Fischklößchen in Dillsoße

Pilafreis

Gekochtes Rindfleisch mit Meerrettichsoße,

geformten Gemüsen und Butterkartoffeln

Bayerische Krem und Buchteln

Fruchtsoße

Beide Menüs wurden in einer lockeren und partnerschaftlichen Atmosphäre zubereitet. So konnten neue Arbeitsweisen entdeckt, ausprobiert und nach dem Unterricht vertieft werden.

Neben dem Betriebspraktikum und dem Schulbesuch gab es noch ein fachliches und ein kulturelles Rahmenprogramm. So wurden die Metzgerei Hollerbach. die Gebietswinzergenossenschaft Franken in Repperndorf, die Sektkellerei Oppmann und die Würzburger Hofbräu besichtigt. Informationen über die Produktion gehörten ebenso zur Führung wie eine anschließende Kostprobe der jeweiligen Produkte. Außerdem wurde eine Führung durch das Röntgenmuseum, die Besichtigung der Residenz mit Weinkeller, eine Stadtführung und ein Besuch der Festung mit Mainfränkischem Museum durchgeführt. Das geplante Abschiedsessen im Würzburger Ratskeller mußte leider abgesagt werden, da unsere französischen Gäste wegen eines Streiks in Frankreich einen Tag früher als geplant abreisen mußten.

Sprachkurs in Lisieux

Acht Schüler der Gastronomieabteilung nahmen für eine Woche (27.11. - 02.12.1995) an einem Sprachkurs in Lisieux teil. Die Hin- und Rückfahrt war durch die großzügige Unterstützung der Mercedes Benz AG Niederlassung Würzburg mit einem Bus möglich. Hierfür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank.

Der Unterricht in der Sprachschule begann um 9.30 Uhr und endete um 16.30 Uhr. Unsere Gruppe setzte sich aus absoluten Anfängern und Teilnehmern mit Vorkenntnissen zusammen. In den Gastfamilien wurden wir herzlich aufgenommen und konnten so etwas von der Lebensweise der Franzosen kennenlernen. Eine Woche ist für einen Sprachkurs natürlich viel zu kurz. Für die Anfänger war es deshalb ein Einstieg und Motivation zugleich, sich weiterhin mit dieser Sprache zu beschäftigen. Die Teilnehmer mit Vorkenntnissen jedoch sind in dieser Fremdsprache ein gutes Stück vorwärts gekommen. Am Ende waren alle Teilnehmer mit dem Ergebnis dieser einen Woche zufrieden.

Frankreichaufenthalt der deutschen Schüler vom 11.03 bis. 29.03.1996

Die Vorzeichen für unseren Frankreichaufenthalt in der Zeit vom 11.03 bis 29.03.1996 standen denkbar schlecht. Unser Zug kam mit drei Stunden Verspätung in Caen an, da ein Felsbrocken auf den Gleisen bei Evreux die Weiterfahrt blockierte. Etwas müde nach 15 Stunden Fahrt, aber dennoch gut gelaunt, kamen wir dann in Caen an. Nach zwei Tagen bekam dann eine Schülerin die Masern, was für einige Aufregung wegen der Ansteckungsgefahr sorgte. Es blieb jedoch der einzige Krankheitsfall. Die dunklen Wolken waren verzogen und wir konnten uns wie geplant unseren Aufgaben widmen. Während den ersten 2 Wochen des Aufenthaltes waren die Schüler in Hotels und Restaurants in und um Caen untergebracht. Sie arbeiteten dort mit ihren französischen Mitschülern von Montag bis Freitag. Das Wochenende verbrachten sie in der Familie des französischen Schülers.- In der letzten waren alle in der Schule in Douvres la Delvirande. Dort wurde dann unser deutsches Menü zubereitet und den geladenen Gästen serviert.

Das Menü bestand aus:

Matjestatar auf geröstetem Pumpernickel

Lammrücken in einer Kräuterkruste

mit

gefüllten Kohlrabi und Vanillelauch

dazu

Schupfnudeln

Zweierlei Strudel an Weinschaumsoße

Die französische Schule hatte außerdem für uns eine interessante und informative Woche geplant. So wurde ein Friedensmuseum, das Memorial in Caen, besucht. Dort wird dargestellt, wie die beiden Weltkriege ausbrachen und wie es zu den anschließenden Friedensschlüssen kam.

Eine Visite im Grandhotel Normandie in Deuville beeindruckte die Schüler ebenso wie eine solche im angrenzenden Casino. In Honfleur mit seinem alten Hafen war dann Zeit für einen Kaffee.

Bei stürmischen Wetter wurden wir auf einem Traktor mit Anhänger verladen und zu einer Austernzucht ins Meer gefahren. Eine Degustation vor Ort war nicht nach jedermanns Geschmack, fand aber dennoch großen Anklang. So mancher hat sich zu seiner ersten Auster überreden lassen und anschließend eine zweite verlangt.

Das Programm wurde durch den Besuch einer Käserei, einer Cidrerie und einer Cavados-Déstillerie abgerundet.

Am letzten Abend trafen sich alle Beteiligten zu einem Abschiedsessen. Dabei wurde ein Bierzapfwettbewerb veranstaltet. Jeder Schüler zapfte ein Glas Bier, eine Jury beobachtete die Arbeit und gab ihre Wertung ab. Sieger dieses Wettbewerbs wurde Florian Nolting vom Waldhaus in Rottendorf.

Die Rückfahrt am 29.03. verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen pünktlich um 20:27 Uhr in Würzburg an.

Am Austausch waren folgende Schüler beteiligt:

Aulbach, Nina

Hotel Maritim

Baumann, Marion

Hotel Rebstock

Burg, Mandy

Hotel Leicht

Franke, Dana

Hotel zum Schiff

Fries, Daniela

Hotel Leicht

Kimmel, Simone

Hotel Dorint

Kuberek, Stefan

Schützenhof

Nolting, Florian

Cafe Waldhaus

Nuß, Petra

Hotel Steinburg

Oppelt. Claudia

Hotel Rebstock

Pötschke, Corina

Hotel Steinburg

Reinhardt, Martina

Hotel Maritim

Sielaff, Alexander

Hotel Maritim

Weinberger, Sabine

Hotel Walfisch

Der Frankreichaufenthalt war für die Auszubildenden eine wertvolle Lebens- und Berufserfahrung. Jeder der obengenannten Teilnehmer ist glücklich dabeigewesen zu sein.

Im Vordergrund einer solchen Maßnahme steht zweifelsohne der fachliche Aspekt. Die Einblicke in die Lebensweise unseres Nachbarn und das Miterleben des Alltags können zu einem Umdenken im Zusammenlebern mit Menschen anderer Nationalitäten führen. Gerade im Zeitalter des vereinten Europas können so, bei jedem einzelnen, neue Denkweisen eröffnet und Vorurteile abgebaut werden. Das wiederum wird zu einem friedlichen Miteinander in Europa führen. In diesem Sinne sollten solche Unternehmungen weitergeführt und intensiviert werden.

Die Bereitschaft der Betriebe und das Engagement des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Kreisstelle Würzburg, sind ein wichtiger Beitrag. Ohne diese Unterstützung wäre eine solche Maßnahme nicht durchführbar. Herzlichen Dank !


Franz Kutzenberger






Wenn einer eine Reise tut, ...


Am Montag, den 11. März, klingelte bei 16 Leuten um 4.00 Uhr morgens der Wecker. Bei einer verhallte er ungehört. Die Frühaufsteher versammelten sich am Würzburger Bahnhof, um die -wirklich- lange Reise ins Departement Calvados anzutreten.

Nach einer aufregenden Metro-Fahrt durch Paris zum Gare St. Lazare und einem drei-stündigen Aufenthalt auf freier Strecke wegen Steinschlags kamen wir nach 15 Stunden todmüde aber erwartungsvoll in Caen an. Unser "Kutscher", M. Jaquie, brachte uns zur Hotelfachschule nach Douvre-la-Delivrande, wo uns ein leckeres Abendessen und in Saint-Aubin am Meer das langersehnte Bett erwartete.

Am nächsten Morgen wurden wir mit unseren neuen Austauschpartnern auf die Betriebe verteilt, wo wir die beiden folgenden Wochen dazu nutzen wollten, Einblicke in die französische Gastronomie zu bekommen. An diesem Abend stand auch unvermutet die letzte noch fehlende Teilnehmerin vor der Hotelfachschule, deren Wecker diesmal funktioniert hatte und die sich daraufhin alleine und todesmutig auf den Weg nach Frankreich gemacht hatte.

Auch für sie begann nun das zweiwöchige Praktikum in einem der normannischen Betriebe. In den unterschiedlichen Hotels und Restaurants machte jeder von uns seine eigenen Erfahrungen; vom Kantinenbetrieb im Caener "Memorial" über Familienbetriebe bis zum Luxushotel "Normandy" waren Gastronomie-Betriebe bereit, die deutschen und französischen Praktikanten aufzunehmen.

Der eine lernte, 1200 Crepes am Stück zu backen, andere hatten in kleineren Restaurants die Möglichkeit, in familiärer Athmosphäre den gehobenen französischen Service kennenzulernen. Im Hotel "Normandy" zum Beispiel erhielten die Praktikanten Gelegenheit an speziellen Schulungen teilzunehmen und Einblicke in Abteilungen zu erhalten, die in deutschen Ausbildungsbetrieben in dieser Form nicht vorhanden sind. Eine unserer Teilnehmerinnen gewann direkten Einblick in die Ausbildung der Hotelfachschule und verschaffte den Schülern Gelegenheit zu praktischer Tätigkeit im Housekeeping, da sie wegen Masern eineinhalb Wochen das Bett hüten mußte.Herr Kutzenberger kümmerte sich währenddessen mit Hilfe unserer Dolmetscherin Susannemit viel Engagement und väterlicher Sorge um das Wohlergehen seiner Schäflein.

An den Wochenenden trafen wir uns zum gemeinsamen Essen, wo wir -endlich alle- Gelegenheit hatten, unsere Erlebnisse auszutauschen, um danach mit Saus und Braus in die Wochenenden mit unseren französischen Partnern entlassen zu werden.

So unternahmern wir Ausflüge zu französischen Wildparks, wir picknickten und manche hatten sogar Gelegenheit, zum beeindruckenden Mont St.Michel zu fahren.

Für die letzte Woche zogen wir gemeinsam ins Internat der Hotelfachschule nach Saint-Aubin- zu unser aller Begeisterung direkt am Strand gelegen. Von dort starteten wir unsere Fahrten zu den geplanten Betriebsbesichtigungen.

Der erste Tag brachte uns nach Deauville in eines der schönstern Casinos Europas und ins Hotel "Normandy", wo wir auch hinter die Kulissen des Luxus blicken konnten. An den folgenden Tagen konnten wir den Franzosen bei der Herstellung typisch normannischer Spezialitäten über die Schulter blicken. So kamen wir in eine Camenbert-Käserei, eine Cidrerie, eine Calvados-Brennerei und zu einer aufregenden Fahrt durchs Watt in einem Austernpark - sehr zur Freude aller mit anschließender Verkostung der Spezialitäten.

Doch auch wir konnten unsere französischen Gastgeber mit einem deutschen Menü in der Hotelfachschule kulinarisch verwöhnen. Neben Lehrern der Hotelfachschule waren auch Vetreter des öffentlichen Leben Caens geladen, die sich für die Städtepartnerschaft und den lebhaften Austausch zwischen Calvados und Unterfranken engagieren, so der Vorsitzende der IHK Caen, die in diesem Jahr ihre dreißigjährige Zusammenarbeit mit der Würzburger IHK feiert.

Auch uns wurde die deutsche Vergangenheit in der Normandie vor Augen geführt, zum Beispiel durch den Besuch der "Memorial"-Gedenkstätte in Caen und die ständige Präsenz der Erinnerung an den Tag der Landung der Allierten 1944 - zum Beispiel durch die mit Bunkern und alten Militärfahrzeugen übersäten Strände.

Für uns alle brachte dieser Aufenthalt - trotz mancher sprachlicher Barrieren - viele neue Eindrücke und interessante Erfahrungen. Wir möchten uns nun bei allen, die diesen Austausch möglich gemacht haben, bedanken; ein ganz herzliches Dankeschön wollen wir besonders "Monsieur Franz" und Monsieur Julien sagen, die den Austausch in die Wege geleitet und uns während dieser drei Wochen in der Normandie wunderbar betreut haben.


Martina Reinhardt und Marion Baumann, (Ga 11 c)







Köche auf Schlemmerfahrt


Gruppenfoto


Bayern`s Landeshauptstadt München war Ziel der Wochenendfahrt einer 18 köpfigen Gruppe von Kochazubis aus unserem Hause.

Die gastronomische Exkursion, an der neben Fachlehrer Siegfried Behr auch einige ehemalige Schüler als Betreuer teilnahmen, wurde zum Erfolg.

Der Viktualienmarkt mit seinem vielseitigen Nahrungsmittelangebot war die Hauptakttraktion. Exotisches Gemüse, Früchte und Cerealien stehen hier in unermeßlicher Vielfalt dem Besucher zur Erweiterung seines Wissens im Bereich Warenkunde zur Verfügung.

Weitere Stationen: die Firma Dallmayr sowie das Feinkostgeschäft Käfer. Hier gab`s ein Vier-Gang-Menü in einem hervorragenden Ambiente, anschließend stand noch eine Küchenbesichtigung auf dem Programm. Mit der S-Bahn ging`s ins Dorint Hotel Freising zum Check-in. Zum Abendessen lud das Hotel ein. Gegen 21 Uhr stand dann eine dreistündige Besichtigung des Münchner Flughafens an. Der Abend klang mit einem Besuch der Hotelbar aus.

Fazit der Teilnehmer: "Die Fahrt war für uns mit Sicherheit eine fachliche Bereicherung und die renommierten Häuser eine Augenweide". Die Bitte, für das kommende Jahr wieder eine Schlemmerfahrt zu planen, werden wir gerne aufgreifen.


Siegfried Behr






Würzburger Stadtjugendmeisterschaft im Gastgewerbe


Eifer und Lampenfieber beherrschten gleichermaßen die Szenerie, als sich am 20. Februar 1996 sechs angehende Köche und ebenso viele Restaurant- und Hotelfachleute an unserer Schule einfanden, um mit ihren Leistungen die Prüfungsjury zu beeindrucken.

Bernhard Lermann

Stadtmeisterschaften im Gastronomiegewerbe: Bei den Köchen siegte Bernhard Lermann, bei den Hotelfachleuten Michael Sunderhauf. Im Hintergrund Mitglieder der Jury.


Für die Vertreter der "Weißen Brigade" ging es dabei um den regionalen Vorentscheid zur Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft. Die Köche mußten hierfür aus einem für alle gleichen Warenkorb ihr persönliches Menü erstellen. Das besondere Augenmerk der Jury galt dabei neben der Menügestaltung auch die Sauberkeit, dem fachlich richtigen Arbeitsablauf, der Zeiteinteílung, dem Geschmack und nicht zuletzt der korrekten Anrichteweise.

Die Auszubildenden aus dem Servicebereich mußten einen Irish-Coffee zubereiten, einen alkoholarmen Cocktail mixen und beim Bankettservice eindecken und servieren. Einen wesentlichen Bestandteil bildete darüber hinaus das Eindecken eines Schautisches unter dem Motto "75 Jahre Mozartfest in Würzburg".

Bevor es an die Siegerehrung und Preisverteilung ging, durften sich die geladenen Gäste beim Vier-Gänge-Menü vor der Kreativität der Nachwuchsköche überzeugen.

Die Bestandteile: Terrine von Lachs und Zander, Rinderkraftbrühe mit zweierlei Einlagen, Putenbrust mit pikanter Soße und Dessert aus Crepes, Reis oder Grieß.

Wie kreativ, phantasievoll und individuell die Gaststättenberufe sein können, wurde an diesem Tag von allen Teilnehmern demonstriert.

Den Siegerpokal des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes bei den Hotel- und Restaurantfachleuten, erhielt Michael Sünderhauf vom Hotel Rebstock in Würzburg.

Bei den künftigen Köchen gewann Bernhard Lermann vom Restaurant Anker in Marktheidenfeld. Er bekam vom Schirmherren Oberbürgermeister Jürgen Weber die Urkunde "Würzburger Jugendmeister 1996" überreicht, Er vertritt die Mainfränkische Metropole im März 1996 bei der bayerischen Meisterschaft in Nürnberg.


S. Behr






Dritter bei der Bayerischen Jugendmeisterschaft

Im März 1996 fand in Nürnberg die diesjährige Ausscheidung zur deutschen Meisterschaft der Köche statt. 24 junge Köchinnen und Köche aus ganz Bayern, Chemnitz und Plauen wurden nach stadtinternen Ausscheidungen ins Rennen geschickt.

An der Städtischen Berufsschule mußten die jungen Köche Ihr Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis stellen.

Das jeweilige Menü der 24 Teilnehmer wurde aus einem festen Warenkorb individuell zubereitet. Es war begeisternd zu sehen, wie aus den selben Grundmaterialien durch die Kreativität der Teilnehmer, die unterschiedlichsten Menüs entstanden. Der hochrangigen Jury um Klaus Huber aus Regensburg wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Gruppenfoto

Unser Schüler Bernhard Lermann (links) errang bei der diesjährigen bayerischen Meisterschaft der Köche in Nürnberg einen hervorragenden dritten Rang. In der Mitte der Sieger des Wettbewerbs, der aus Nürnberg kommt und rechts der Zweitplazierte, der in Mittenwald zu Hause ist.


Dritter Sieger wurde nach fünf Stunden harter Arbeit unser Schüler Bernhard Lermann. Er trat für Würzburg und dem Kochverein Frankonia an. Er absolviert derzeit im Weinhaus Anker in Marktheidenfeld seine Lehre. Herzlichen Glückwünsch!


Siegfried Behr





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geändert am 06. Dezember 1996 durch U. Tutschku