
Inhaltsverzeichnis Jahresbericht 1995 /96
Mit dem Eintritt in das Ausbildungsverhältnis ist das Leben des Berufsschülers stark von der beruflichen Seite geprägt. In der Schule überwiegen die betrieblichen Fächer, der Jugendliche ist ganz neuen spezifisch psychischen und physischen Belastungen des Arbeitslebens ausgesetzt. Hinzu kommt die Fixierung auf bestimmte Personen (Meister, Vorgesetzter, Kollegen) und ein exakt vorgeschriebener Tages- und Wochenablauf, der nur durch Urlaub oder ggf. durch Krankheit durchbrochen wird. Nicht selten hat dies zur Folge, daß nach Eintritt in das Berufsleben bei den Schülern eine Umorientierung ihrer Interessen und ihres Freizeitverhaltens erfolgt.
Sport spielt darin meist keine große Rolle mehr. Die körperlichen und geistigen Belastungen im Betrieb sind so groß, daß man sich am Feierabend nicht mehr aufraffen kann, Sport zu betreiben. In einigen Berufen, wie zum Beispiel in der Gastronomie, haben die Lehrlinge unregelmäßige Arbeitszeiten, abwechselnd Früh- und Spätschicht, so daß eine Teilnahme am geregelten Training oder Spielbetrieb nicht möglich ist. Die ,,sportliche Karriere ist somit meist durch den Eintritt in das Berufsleben beendet.
In diesem Zusammenhang kommt dem Sport an der Berufsschule als für viele letzter schulischer Institution eine wichtige Funktion zu. Sie kann den Heranwachsenden (wieder) für sportliche Betätigung begeistern. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und koordinative Fähigkeiten auf eine freudvolle Art und Weise dem Schüler nahegebracht, sind die Grundpfeiler für eine sportliche Zukunft im Sinne einer gesunden Lebensführung
Richard Lorenz
Inhaltsverzeichnis Jahresbericht 1995 /96
![]()
geändert am 06. Dezember 1996 durch U. Tutschku