
Erstellt
von Harald Räth
Ein Problem ist die Tatsache, daß in den neuen Bundesländern heute mehr als 50 % der Abwasserkanäle aus der Vorkriegszeit stammen, während es in den alten Bundesländern nur 23 % sind
Rund 16 % des Gesamtbestandes an öffentlichen Abwasserkanälen ist in irgendeiner Form defekt
Wie können Abwasserkanäle saniert werden?
Unter dem Begriff "Sanierung" von Abwasserkanälen versteht man einerseits den völligen Substanzersatz durch Neubau der Leitung, andererseits die Renovation oder Reparatur des bestehenden Kanals.
Die Erneuerung von Abwasserkanälen erfolgt weit überwiegend in der klassischen offenen Bauweise des Leitungsgrabenbaus, zu einem deutlich geringeren Anteil durch grabenlosen Neubau mit z.B. Rohrvortriebsverfahren.
Vorteile grabenloser Neubau :
- minimale Verkehrsbehinderungen
- kürzere Bauzeiten
- kaum Lärm, kein Schmutz, keine Erschütterungen
- keine Kosten für Oberflächenerneuerung
- keine Kosten für Erdaushub und -entsorgung
- keine Schädigung von Grünflächen und Baumbeständen
- meist geringere Kosten pro laufendem Meter
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Einbringen des Inliners |
Inliner im zu sanierenden Rohr
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Schemadarstellung |
Hilfhebebühne |
Bevor Kanalstücke saniert werden, ist es notwendig eine Kanalspülung durchzuführen. Anschließend werden die Schäden genau mittels Videobefahrung eingemessen um sie zu beurteilen.
Der INLINER Trägerschlauch wird nach Länge und Durchmesser des zu sanierenden Kanals hergestellt und mit einem Kunstharz getränkt. Auf der Baustelle wird der Trägerschlauch über den geöffneten Startschacht in die grundgereinigte und abgesperrte Haltung eingezogen, bis er in ganzer Länge flach in der Kanalsohle liegt.
Im Zielschacht wird der Schlauchträger druckdicht abgeklemmt
Über dem Startschacht errichet man den Inversionsturm.
Dieses ab Schachtsohle sechs Meter hohe Gerüst trägt das Inversionsrohr, das im Schacht durch einen Krümmer mit dem Inliner-Schlauchträger verbunden wird