erstellt von Tanja Ulsamer
ROMANIK IN DEUTSCHLAND - BILDER DER ROMANIK - ZURÜCK ZUR STARTSEITE
Kennzeichnend für den romanischen Bau sind große ebene
Flächen, dicke wehrhafte Mauern und blockhafte massive Formen.
Der
Begriff Romanik wurde erst um 1820 geprägt, und zwar zuerst nur für die Baukunst, da in
dieser Elemente der römischen Baukunst (Rundbogen, Säule, Steingewölbe) benutzt wurden.
Die Plastik bleibt im Wesentlichen mit der Architektur
verbunden. Sie schmückt die Portale und Kapitelle und gibt ihnen eine reliefartige
Gestalt. Die Monumentalplastik entwickelt sich allmählich von dem blockhaften-flächigen
Stil des Reliefs zu freistehenden, vollplastischen Säulen. Allgemein findet die Plastik
jedoch in der Romanik nicht so viel Bedeutung, weil die Architektur im Vordergrund steht.
Die Kunst steht im Dienst der Kirche. Die Motive in der
romanischen Malerei entstammen meist biblischen Szenen (AT und NT). Die Klöster waren die
Träger der abendländischen Kultur. In ihnen konnten handwerkliche Traditionen aufleben
und es entstanden bedeutende Beiträge zur Literatur, Malerei und Architektur. Lateinische
Texte wurden übersetzt, lyrische Texte der damaligen Zeit wurden erstmals aufgezeichnet
und prachtvolle Buchmalerei entstand. Den Künstler als solchen, wie wir ihn heute kennen,
gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Es wurde anonym und im großen und ganzen nur für
die Kirche gearbeitet.
Der Grundriss einer romanischen Kirche gleicht meist einem Kreuz
(Mittelschiff und Querschiff). Der Chor befindet sich im Osten und der Eingang im Westen.
Über der Vierung (= Quadrat in dem sich Hauptschiff und Querschiff schneiden) der großen
Dom- und Klosterkirchen erhebt sich meist ein mächtiger Turm. Neben einfachen
Tonnengewölben waren es vor allem die Kreuzgratgewölbe, die das Erscheinungsbild der
Dome prägten. Diese sind das Ergebnis des Verschnitts zweier gleich hoher Tonnengewölbe
im rechten Winkel und haben den Vorzug, dass die Last auf die vier Ecken aufgeteilt wird.