Baugeschichte 

erstellt von Tanja Ulsamer

ROMANIK IN DEUTSCHLAND  -  BILDER DER ROMANIK    -       ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Romanik (etwa 1000-1250)  

Kennzeichnend für den romanischen Bau sind große ebene Flächen, dicke wehrhafte Mauern und blockhafte massive Formen.

Der Begriff Romanik wurde erst um 1820 geprägt, und zwar zuerst nur für die Baukunst, da in dieser Elemente der römischen Baukunst (Rundbogen, Säule, Steingewölbe) benutzt wurden.

Die Plastik bleibt im Wesentlichen mit der Architektur verbunden. Sie schmückt die Portale und Kapitelle und gibt ihnen eine reliefartige Gestalt. Die Monumentalplastik entwickelt sich allmählich von dem blockhaften-flächigen Stil des Reliefs zu freistehenden, vollplastischen Säulen. Allgemein findet die Plastik jedoch in der Romanik nicht so viel Bedeutung, weil die Architektur im Vordergrund steht.

Die Kunst steht im Dienst der Kirche. Die Motive in der romanischen Malerei entstammen meist biblischen Szenen (AT und NT). Die Klöster waren die Träger der abendländischen Kultur. In ihnen konnten handwerkliche Traditionen aufleben und es entstanden bedeutende Beiträge zur Literatur, Malerei und Architektur. Lateinische Texte wurden übersetzt, lyrische Texte der damaligen Zeit wurden erstmals aufgezeichnet und prachtvolle Buchmalerei entstand. Den Künstler als solchen, wie wir ihn heute kennen, gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Es wurde anonym und im großen und ganzen nur für die Kirche gearbeitet.

Grundriss einer romanischen KircheDer Grundriss einer romanischen Kirche gleicht meist einem Kreuz (Mittelschiff und Querschiff). Der Chor befindet sich im Osten und der Eingang im Westen. Über der Vierung (= Quadrat in dem sich Hauptschiff und Querschiff schneiden) der großen Dom- und Klosterkirchen erhebt sich meist ein mächtiger Turm. Neben einfachen Tonnengewölben waren es vor allem die Kreuzgratgewölbe, die das Erscheinungsbild der Dome prägten. Diese sind das Ergebnis des Verschnitts zweier gleich hoher Tonnengewölbe im rechten Winkel und haben den Vorzug, dass die Last auf die vier Ecken aufgeteilt wird.