Spielsysteme
1. Spielmodus: Schweizer System
Beim Schweizer System wird immer eine Runde mehr gespielt, als zur Ermittlung eines eindeutigen Siegers notwendig wäre.
Es sollen in jeder Spielrunde Teams (Spieler) gegeneinander spielen, die gleich viele Siege erzielt haben.
Deshalb wird nur in der ersten Spielrunde frei gelost, danach werden die Teams nach der Anzahl der bisher erzielten Siege auf verschiedene Lostöpfe verteilt. Dabei sind in Topf 1 die Teams mit den meisten Siegen, in Topf 2 die mit der zweithöchsten Anzahl usw.
Befindet sich in Topf 1 eine gerade Zahl von Teams, so werden die Teams in aufsteigender Reihenfolge ihrer Siege und Differenzpunkte sortiert. Es spielt dann das erste Team gegen das zweite, das dritte gegen das vierte usw.
Falls sich in Topf 1 eine ungerade Zahl von Teams befindet, rückt das beste Team aus Topf 2 auf. Genauso wird mit den anderen Lostöpfen verfahren.
Befindet sich schließlich im untersten Topf eine ungerade Anzahl von Teams, erhält das schwächste Team ein Freilos.
Regeln:
- Kein Team erhält mehr als ein Freilos. (Eventuell bekommt es das zweitschwächste Team.)
- Keine Paarung darf zweimal vorkommen. (Eventuell muss mit dem nächsten in der Rangfolge getauscht werden.)
- Kein Team darf zweimal in den höheren Topf hochrücken. Falls alle Teams des Topfes schon einmal hochgerückt sein, muss das schwächste Team ein zweites Mal hochrücken.
- Kein Team spielt ein zweites Mal gegen ein hochgerücktes Team.
Ein Freilos wird als Sieg (mit 13:7 Punkten) gewertet, erhält aber null Buchholzpunkte.
Für das Endklassement wird das schlechteste Buchholzergebnis gestrichen.
Ermittlung des Siegerteams (Siegers):
a) Anzahl der Siege
b) Anzahl der Buchholzpunkte (= Summe der Siege der Gegner)
c) Anzahl der Feinbuchholzpunkte (= Summe der Buchholzpunkte der Gegner)
d) Direkter Vergleich (wenn gespielt und möglich)
e) Losentscheid
Abweichend davon kommen bei unserem Tête-Turnier die besten vier Spieler ins Halbfinale und ermitteln dann den Sieger im KO-System.
2. Spielsystem: A-C-B-D
Bei diesem System werden die Mannschaften in der ersten Runde frei zugelost.
- Der Sieger aus dieser Begegnung bliebt im A-Turnier,
- der Verlierer kommt zunächst ins B-Turnier.
In der folgenden Runde kommen
- die Verlierer aus dem A-Turnier ins C-Turnier,
- die Verlierer des B-Turniers ins D-Turnier.
Von da an wird im Ko-System die Siegermannschaft des jeweiligen Turniers ermittelt.
Vorteile: Ein Turnier lässt sich mit diesem Spielsystem wesentlich schneller abwickeln, weil die Barrage entfällt.
Nachteil: Bei diesem System muss der Turniersieger alle Spiele gewinnen! Ranglistenpunkte gibt es nur im A-Turnier.
3. Spielsystem: Pool-System
Bei deisem System gibt es zunächst eine Vorrunde, die frei zugelost wird. Sie besteht su zwei Spielrunden.
- Wer beide Spiele gewinnt, kommt direkt ins A-Turnier,
- wer eins gewinnt, eins verliert, landet in der Barrage,
- wer beide Spiele verliert, kommt direkt ins B-Turnier.
In der Barrage entscheidet sich, wr in welchem Turnier weiterspielt:
- Der Sieger spielt weiter im A-Turnier,
- der Verlierer landet im B-Turnier (Consolante).
Von nun an wird in beiden Turnieren nach dem KO-Prinzip weitergespielt, bis die jeweiligen Turniersieger ermittelt sind. Ranglistenpunkte gibt es nur im A-Turnier.
Vorteile:
- Der Spieler bzw. die Mannschaft kann sich eine Startschwäche erlauben.
- Es bleiben mehr Teilnehmer im A-Turnier.
Nachteile:
- Bei größeren Turnieren dauert es sehr lange bis zum Finale.
- Die ausgeschiedenen Mannschaften warten selten auf die Siegerehrung.
- Manchmal werden die Spieler durch Miniturniere oder Tireur-Wettbewerbe auf dem Platz gehalten.