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Deutscher Amateur-Radio-Club
e. V. |
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Amateurfunk nützt uns allen
INHALT:
Der Amateurfunkdienst leistet wichtige technische/wissenschaftliche Beiträge
Einmalige Gemeinschaftsleistung der Funkamateure: Digitale Datenfunknetze
Der Amateurfunkdienst wirkt der Technikfeindlichkeit entgegen
Funkamateure kennen keine Ausländerfeindlichkeit
Funkamateure sind sozial engagierte Bürger
Der Amateurfunkdienst muß gefördert und unterstützt werden
Der Runde Tisch Amateurfunk ist Ansprechpartner für Politik und Verwaltung
Der Amateurfunkdienst umschreibt heute eine soziale Gruppe von rund 75 000 engagierten Deutschen, die sich mit der Funktechnik befassen, in zunehmendem Maße neben technischen und wissenschaftlichen auch sozialen, bildungspolitischen, entwicklungspolitischen der Völkerverständigung dienenden sowie humanitären Aufgaben und Zielen widmen. Der Deutsche Amateur-Radio-Club e. V. (DARC) repräsentiert mit rund 60 000 Mitgliedern 80 % der Funkamateure Deutschlands. Er ist der drittgrößte Amateurfunkverband der Welt.
Funkamateur kann nur werden, wer eine längere Ausbildung absolviert und sein qualifiziertes Wissen in einer staatlichen Prüfung nachweist. Äußeres Zeichen der Qualifikation ist eine persönliche Funkgenehmigung und ein nur einmal auf der Welt vorhandenes Funkrufzeichen. Der Amateurfunkdienst unterscheidet sich durch die personenbezogene Lizenzierung und seinem Betätigungsfeld wesentlich von anderen Funkdiensten. Funkamateure betreiben Sprechfunk, Funkfernschreiben, Datenfunk (Packet Radio), Satellitenfunk, Funk über Reflektionen am Mond, Kometen und am Nordlicht, Relaisstellenfunk, Faximile, Fernsehen und praktisch noch als einziger Funkdienst die Morsetelegrafie. Der Amateurfunkdienst ist mit dem CB-Funk nicht vergleichbar, bei dem nur typengeprüfte Geräte zugelassen sind, die nicht verändert werden dürfen, während Funkamateure als Inhaber einer persönlichen Lizenz ihre Geräte selbst entwickeln und konstruieren dürfen.
Der Amateurfunkdienst leistet wichtige technische/wissenschaftliche Beiträge
Die technisch/wissenschaftlichen Beiträge des Amateurfunkdienstes sind beachtlich. Hervorgehoben seien z.B. innovative Projekte, wie die Umsetzung des Prinzips der elektromagnetischen Stabilisierung von Satelliten oder das Verfahren, mit Hilfe vom Mond reflektierter Signale die Ionisations- und Luftverschmutzungsgrade der Erdatmosphäre an verschiedenen Punkten zu messen. Hier arbeiten hochqualifizierte Spezialisten aus vielen Fachrichtungen in internationaler Kooperation an anspruchsvollen Entwicklungen, die letztendlich der Allgemeinheit zugute kommen und für diese kostenfrei erstellt werden. Als Mitglied nationaler und internationaler Normungsgremien dient der DARC e. V. dem Fortschritt von Funk- und Nachrichtentechnik.
Einmalige Gemeinschaftsleistung der Funkamateure: Digitale Datenfunknetze
Als eine einmalige Gemeinschaftsleistung technisch hoch engagierter Funkamateure setzen die drahtlosen Datennetze Maßstäbe für Innovationen auf privater, nichtkommerzieller Grundlage. Funkamateure entwickeln hierfür Verfahren, die Vorbild für kommerzielle Anwender waren und noch weiterhin sind. Dieses ausschließlich auf privater Grundlage eingerichtete, teils durch die Betreiber und teils durch Spenden der Funkamateure selbst finanzierte System entwickelt sich aus sich selbst heraus weiter hinsichtlich ständig höherer Übertragungskapazitäten und der Organisation und Verwaltung der Datenbestände in den Mailboxen. Die Kommunikation der Funkamateure untereinander ist zusätzlich zum technisch-innovativen Prozeß eine weitere Herausforderung zur Entwicklung gruppenspezifischer sozialer Verhaltensnormen.
Der Amateurfunkdienst wirkt der Technikfeindlichkeit entgegen
Funkamateure tragen dazu bei, durch Aufklärung und Wecken von Interesse Vorbehalte gegen Funktechnik abzubauen. Als Mitglied der Forschungsgemeinschaft Funk e. V. leistet der DARC einen Beitrag zur Erforschung und Aufklärung möglicher Gefahren und Risiken von elektrischen und magnetischen Feldern. Der Amateurfunkdienst ist ein wirksames Instrument, Jugendliche in einem Alter anzusprechen, in dem deren Interessenfestlegung noch positiv beeinflußbar ist. So wird in den Schulen durch die Beschäftigung mit dem Amateurfunkdienst technischer und wissenschaftlicher Nachwuchs geworben und gefördert. Der Amateurfunkdienst trägt so kostenlos dazu bei, Perspektivlosigkeit in der Jugend abzubauen und die Bildungs- und Schulpolitik zu unterstützen, getreu seiner Definition um internationalen Vertragswerk der "Vollzugsordnung für den Funkdienst" (VO Funk) der International Telecommunication Union (ITU):"Ein Funkdienst für die eigene Ausbildung, den (Übungs-)Funkverkehr untereinander und für technische Studien."
Funkamateure kennen keine Ausländerfeindlichkeit
Der Amateurfunkdienst ist aufgrund seiner Eigenart über alle politischen Strömungen hinweg völkerintegrierend tätig. Diese Verbindungen tragen dazu bei, das Verständnis der Nationen untereinander zu festigen. Er fördert den Demokratisierungsprozeß in den GUS-Staaten, so etwa durch die Mithilfe beim Aufbau der demokratischen Amateurfunkorganisationen. Als unentbehrlich hat sich der Amateurfunkdienst bei der Unterstützung von humanitären Hilfsmaßnahmen sowie auch in der Entwicklungshilfe erwiesen (er kann auf das Vertrauen in die örtlichen Funkamateure bauen), worauf seitens des UN-Department für humanitäre Angelegenheiten anläßlich der ITU-Konferenz für Entwicklungshilfe in Buenos Aires und der UN-Tagung der Vereinigten Nationen in Kyoto im September 1994 ausdrücklich hingewiesen wurde.
Funkamateure sind sozial engagierte Bürger
Um Behinderte, Blinde und sozial Gefährdete aus ihren Reihen kümmern sich die Funkamateure im besonderen Maße. Dies geschieht über nationale Grenzen hinweg. So wirkt der Amateurfunkdienst als Therapie und nicht selten als einzig noch sinnvoller Lebenszweck zugleich. Er wirkt der Vereinsamung alter Menschen, von Arbeitslosen, Langzeitkranken und bei vielen Jugendlichen entgegen und integriert sie in seiner Weise in die Gesellschaft. Er wirkt der Gefahr der Vereinsamung mit allen ihren Folgen entgegen und bewirkt so, daß diese Menschen der Allgemeinheit nicht vorzeitig zur Last fallen. Er leistet damit einen Beitrag zur Minderung der sozialen Kosten.
Der Amateurfunkdienst muß gefördert und unterstützt werden
In der Förderung und Unterstützung des Amateurkunkdienstes ist eine jener nationalen Aufgaben zu sehen, mit denen privates Engagement zugleich der Ausschöpfung latent vorhandener ökonomischer, gesellschaftspolitischer und sozialer nationaler Ressourcen zugeführt werden kann. Daher müssen auch die Essentials des Amateurfunkdienstes, nämlich die persönliche Genehmigung, eine nach Qualifikationen differenzierendes Lizenzklassensystem sowie die persönliche Verantwortung für die Technik und den Betrieb der Amateurfunkstelle erhalten bleiben und dies unter sachgerechten staatlichen Rahmenbedingungen, in denen die am Gemeinwohl ausgerichtete freie Entfaltungsmöglichkeit der Funkamateure für eine innovative Technik auch künftig gewährleistet wird. Das Gesetz über den Amateurfunk stellt in geradezu idealer Weise hierzu die erforderliche Rechtsgrundlage dar.
Der Runde Tisch Amateurfunk ist Ansprechpartner für Politik und Verwaltung
Die Funkamateure sind in hohem Maße organisiert. Rund 60 000 Funkamateure, also 80% der Funkamateure, sind Mitglieder im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V.. Auf Initiative des Bundestagsausschusses für Post und Telekommunikation ist der Runde Tisch Amateurfunk gegründet worden. Der RTA wird künftig mit anderen demokratisch organisierten Amateurfunkvereinigungen einen kompetenten Ansprechpartner für Politik und Verwaltung bilden und die deutschen Funkamateure mehrheitlich vertreten. Die Entscheidungen im Runden Tisch Amateurfunk werden demokratisch-mehrheitlich herbeigeführt und durch Minderheitsvoten ergänzt, in denen alternative Meinungen um Ausdruck kommen sollen. Die im Runden Tisch Amateurfunk vertretenen Amateurfunkvereinigungen bleiben selbständig und sind in ihren Meinungsäußerungen durch die Mitgliedschaft im Runden Tisch Amateurfunk nicht eingeschränkt.
Informationen laut Merkblätter des DARC e.V. Baunatal
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