DAV Bergbund Würzburg

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Nachberichte


Winterübungen im „Spätsommer”

KURS vom 25. – 26. November 2006

Der Herbst 2006 war warm, sehr warm. Im Gegensatz zum Jahr zuvor lag in der Rhön kein Zentimeter Schnee, so dass der von Heinz Schecker durchgeführte „Grundlagenkurs für das winterliche Gebirge” ohne stattfinden mußte. Er berichtet uns trotzdem über eine erfolgreiche Veranstaltung.

An diesem Samstag sollte es eigentlich Schnee in der Rhön geben. Doch leider... Dennoch trafen sich um 10.00 Uhr neun Wintersportbegeisterte bei spätsommerlichen Temperaturen am Parkplatz Schwedenwall. Mit kurzer Verspätung reiste dann noch ein weiterer Teilnehmer an, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Wiesbaden kam. Alle Achtung! Gleich neben den geparkten Autos wurde mit der ersten Übungseinheit begonnen: Orientierung mit Hilfe von Karte und Kompass anhand von verschiedenen Fallbeispielen. Nach dieser Übung ging's dann zur Hütte. Danach wurde richtig durchgestartet und mittels eines Skripts die einzelnen Ausrüstungsteile, angefangen von der optimalen Bekleidung bis hin zu den Tourenskiern, besprochen. Da der Winter vor der Türe stand und einige Teilnehmer sich eine neue Ausrüstung anschaffen wollten, wurde viel Zeit auf diese Punkte verwandt. Weiter ging's nach der Mittagspause mit einem kleinen Spaziergang rund um die Hütte. Die angehenden Tourengänger, die teilweise noch nie auf der Hütte waren, zeigten sich von der herrlichen Landschaft und dem tollen Wetter beeindruckt. Am Nachmittag besprachen wir noch die Entstehung von Schnee und dessen Umwandlungsformen. Ab 21.00 Uhr folgte der Übergang zum gemütlichen Teil des Wochenendes... Am Sonntag besprachen wir nach dem gemeinsamen Frühstück das Thema Lawinenkunde und den Umgang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), anschließend wurde die Verschüttetensuche geübt, die allerdings eher wie Ostereiersuchen anmutete (sommerliche Temperaturen und fehlender Schnee). Die Teilnehmer waren trotz der riesigen Menge an Theorie begeistert und wissbegierig bei der Sache und freuten sich auf die Praxis in den Bergen.


Heilbronner Höhenweg und Co.

KLETTERSTEIGTOUR vom 7. – 9. Oktober 2006

Der südlichste Gipfel Deutschlands, der Biberkopf, bildete den Auftakt einer Herbsttour unter blauem Himmel. Zudem den beliebtesten Klettersteig des Landes fast alleine zu haben – davon erzählt Edgar Braun in seinem Bericht.

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr regnete es fast durchgehend während eines Hüttenaufstiegs. Nur ein Aufwärmstop in der Enzian- Hütte (1780 m) verschaffte uns auf dem recht matschigen Weg von Oberstdorf/Faistenoy (904 m) zur Rappensee-Hütte (2091 m) eine kleine Regenpause. Am vorletzten Öffnungstag in der Sommersaison 2006 erwartete uns dort eine gut gelaunte Hüttenmanschaft, ein erholsames Zimmerlager und kurzweilige Gespräche am Abend mit nur wenigen Mitgästen.

Der südlichste Gipfel Deutschlands
Der folgende Morgen zeigte sich wahrlich traumhaft! Zwar war es in der Nacht recht kalt gewesen, doch schon bald nach Tagesanbruch stahlte die Sonne mit voller herbstlicher Kraft. Unter diesen Umständen wollten wir die „große” Tour zum Biberkopf wagen, wenngleich in den schattigen Flanken schon Schnee lag und einige eisige Stellen volle Aufmerksamkeit verlangten – besonders bei der Querung der steilen Biberkopf-Nordwand. Auch die letzten Aufstiegsmeter in einer Rinne der Westflanke verlangten unsere Konzentration. Nach zwei Stunden Gehzeit konnten wir erst wieder direkt am Gipfel (2600 m) die Wärme der Sonne und vor allem die Aussicht genießen... Zurück auf dem gleichen Weg, verbunden mit dem Besuch des nach Süden hin harmlosen Hochrappenkopfes (2423 m) und der Überschreitung des Rappenseekopfes (2467 m). Die windgeschützte Terrasse der Rappensee-Hütte vermittelte uns bald darauf das Gefühl des Sommers, wohl auch, weil die notwendigen Radler noch problemlos zu bekommen waren.

Am letzten offiziellen Öffnungstag
Das Abendessen für die wenigen Gäste stellte die letzte offizielle Leistung der Hüttencrew dar, wollte diese doch an diesem Abend die vergangene Saison in aller Ruhe feiern. Wir durften uns in den komfortablen Winterraum zurückziehen, letztendlich aber auch nicht schlecht dank angeheiztem Holzofen und dem mitgebrachten Bierkontingent.

Das Licht ging uns nicht auf
In unserem Zwei-Mann-Küchen- Winterlager hatten wir eine sehr angenehme Nacht, weshalb es am Morgen des zweiten Tourentags erst relativ spät losging. Eric wollte nochmals etwas „ordentliches” machen – das Hohe Licht und etwas „Heilbronner Höhenweg” waren geplant. Letztlich gab's kein Licht, dafür aber den ganzen Höhenweg über die Kemptner-Hütte (1844 m) bis zur Spielmannsau (1005 m). Anfangs leicht, gemütlich und schneefrei über die Große Steinscharte zum Beginn des Klettersteigs am Fuß der Nordwestwand des Hohen Lichts. Schon hier wurde uns klar, daß es auf dem Weg Schnee und Eis geben würde. Eine solche Stelle verhinderte auch die finale Besteigung des Hohen Lichts, umkehren war angesagt kurz vor dem Erreichen des Südwestgrats.

Schnee im Oktober
Dafür war der „Heilbronner Höhenweg”, der inmitten der oben genannten Wand abzweigt, gut gangbar. In den Nordflanken schneebedeckt, doch auf den südseitig verlaufenden Wegstrecken schneefrei und angenehm warm in der Sonne. Auf diese Weise erreichten wir die Kleine Steinscharte und überschritten den unbedeutenden Steinschartenkopf hin zur Socktalscharte (2446 m). Hier bewog uns das schöne Wetter nicht zum Abstieg in Richtung Waltenberger-Haus und Einödsbach, sondern zur Weiterführung des Höhenwegs über den Bockkarkopf (2608 m) zur gleichnamigen Scharte und weiter über den Schwarzmilzferner zur Schwarzen Milz. In dieser Region kann der Wanderer eine relativ ortstreue Kolonie Steinböcke beobachten. Auch uns war dieses nicht alltägliche Glück beschieden, weideten doch etwa ein Dutzend Tiere in unmittelbarer Nähe des Weges.

Ein langer Abstieg
Leider hatte die bald darauf erreichte Kemptner-Hütte schon geschlossen, das erhoffte Radler dort blieb ein Wunschgedanke, wenngleich ich noch eine Dose Bier genießen durfte. Eric blieb die Sehnsucht und der restliche Tee aus der Aluflasche – immerhin. Der schattige Sperrbachtobel führte uns hinab ins Trettachtal und damit zurück in die Horizontale. Im Gasthof Spielmannsau gab's dann sogar noch ein Radler mit Apfelkuchen und die glückliche Fügung, mit dem Wirt in seinem Auto hinaus nach Oberstdorf fahren zu können, weil wir, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, ins „falsche” Tal abgestiegen waren. Eric trampte vom Parkplatz am Renksteig zurück nach Faistenoy. Bald darauf waren wir wieder vereint und auf dem Weg zurück in die Heimat. Eine schöne, aber auch lange Tour mit ausgesprochen tollem Wetter!


Überschreitung eines 4000ers

HOCHTOUR vom 29. – 31. Juli 2006

Das Weissmies (4023 m), einer der nicht gar so schweren Alpengipfel über der magischen Höhengrenze, war Ziel der diesjährigen Hauruck-Tour um Franz Haimann, der uns auch davon erzählt. Das Wetter spielte mit und vor allem die Route war richtig gewählt.

Wie bereits 2005 gelang uns auch in diesem Jahr eine Hauruck-Tour im Wallis. Wieder standen uns nur drei Tage zur Verfügung, um unser Tourenziel, die Überschreitung des Weissmies, zu erreichen. Alle äußeren Umstände, einschließlich des Wetters, waren uns gut gesonnen, so dass ich von einer Supertour berichten kann. Mit dabei waren Matthias Hörnig, Joachim Rudig, Dominic Rudig, Arthur Schüll, Viktor Dengel und Franz Haimann.

Der Routenverlauf
Start war am Samstag um 3.00 Uhr in Würzburg. Zügig, fast ohne Stau, kamen wir voran und erreichten so unseren Ausgangsort Saas Almagell (1673 m) kurz vor Mittag. Entgegen der als Normalroute bezeichneten Aufstiegsmöglichkeit von Saas Grund über die Weissmies- Hütte zum Gipfel entschieden wir uns für eine Überschreitungs- Variante. Diese führte uns zunächst von Saas Almagell über die Almageller-Alp zur Almageller-Hütte, von dort zum Gipfel und über den Gletscher hinunter zur Weissmies- Hütte, über einen wunderschönen Höhenweg, in dessen Verlauf alle Blumen und Pflanzen durch kleine Schildchen beschrieben und erklärt werden, wieder zurück über die Almageller-Alp nach Saas Almagell.

Der Aufstieg zur Almageller-Hütte
Nachdem wir eine kurze Brotzeit in Saas Almagell gemacht hatten, wurden die Rucksäcke gepackt und wir machten uns an den Aufstieg zur Almageller-Hütte. Der Weg führt zunächst durch einen herrlichen alten Lärchenwald. Wir fanden Bäume, deren Stamm wir nur zu dritt gerade so umfassen konnten. Als wir die Baumgrenze erreicht hatten, war es nicht mehr weit und die Almageller-Alp lockte mit einem frischen Weizenbier. Da wir noch ausreichend Zeit hatten, gaben wir uns nur zu gern dieser Verlockung hin. Danach ging es weiter bis zur Almageller-Hütte, die auf 2894 m liegt. Es ist eine kleine gemütliche Hütte, die offensichtlich auch nicht so überlaufen ist. Wir bekamen ein großzügiges Lager zugeteilt.


Start zum Gipfel
Nach einer kurzen Nacht standen wir dann am Sonntag um 4.00 Uhr auf, um uns hastig unser Frühstück einzuverleiben. Um 5.00 Uhr verließen wir die Almageller-Hütte. Der Anstieg, der auch im Dunkeln mit der Stirnlampe leicht zu finden war, führt erst zum Zwischenbergenpass und zieht dann über den SSO-Grat zum Gipfel. Kurz nach dem Pass ging die Sonne auf und wir genossen in Ruhe das wunderbare Naturschauspiel. Der Weg verläuft meist im Fels, teilweise auch im Firn, und berührt nirgends einen Gletscher. Blockkletterei mit leichten Kletterstellen (II) und kurz vor dem Gipfel zwei Firngrate geben dieser Tour die Würze. Um 10.30 Uhr hatten wir den Gipfel auf 4023 m erreicht. Es heißt, dass man bei gutem Wetter und bester Sicht den Lago Maggiore sehen kann. Wir konnten weit in der Ferne ein Wasser sehen, waren uns aber nicht sicher, ob es der Lago war. Viel interessanter war für uns wieder der überwältigende Blick auf die zahlreichen 4000er rund um das Saastal. Auch der direkte Blick hinüber zum Nadelhorn (4327 m), das wir im letzten Jahr bestiegen hatten, veranlasste uns zu einem stummen Staunen.

Ein unschöner Abstieg
Ausgiebig genossen wir einen langen Gipfelaufenthalt, bevor wir uns an den Abstieg über den mächtigen Gletscher zur Weissmies-Hütte machten. Hier wurde uns allen schnell klar, dass wir gut daran getan hatten, nicht über den Gletscher aufzusteigen. Er ist in einem miserablen Zustand. Wie uns der Wirt der Weissmies-Hütte später am Abend mitteilte, waren hauptsächlich die fast täglich niederprasselnden Gewitter mit starkem Regen in den letzten Wochen an diesem schlechten Zustand schuld. Breite Spalten mit schlechten Brücken galt es zu überwinden und der Gletscher war so stark aufgeweicht, dass wir teilweise kniehoch durch den Firn gehen mussten. So wurde der Abstieg zu einer echten Herausforderung, mit der wir so nicht gerechnet hatten. Wir stellten uns vor, wie es gewesen wäre, wenn wir diese Route als Aufstiegsroute gewählt hätten. Sicherlich wäre der Gletscher früh am Morgen noch nicht so weich gewesen. Trotzdem wäre es eine Tortur geworden und Matthias gab unumwunden zu, dass er den Gipfel dann nicht erreicht hätte. An einen schnellen Abstieg war also nicht zu denken. Vorsicht und eine hohe Konzentration waren erstes Gebot. So erreichten wir sicher und ohne weitere Zwischenfälle um 14.30 Uhr Hohsaas.

Zwischenstation mit Weizenbier
An der Gipfelstation der Sesselbahn, die von Saas Grund heraufzieht, gönnten wir uns ein Weizenbier und genossen ausgiebig den Rückblick zum Weissmies, das inzwischen schon eine Wolkenhaube aufgesetzt hatte. Nur ungern machten wir uns an den Abstieg zur Weissmies-Hütte (2726 m), die wir um 17.00 Uhr erreicht hatten. Da wir die Nacht von Sonntag auf Montag dort verbrachten, war die Hütte nicht überbelegt – ausreichend Platz im Aufenthaltsraum und im Lager war die angenehme Konsequenz. Es war ein schöner Hüttenabend, bei dem sich natürlich ein stolzes Gefühl der erfolgreichen Gipfelüberschreitung in uns breit machte.

Heimfahrt mit Wehmut
Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, gingen wir über den eingangs erwähnten Höhenweg von der Weissmies-Hütte zur Almageller-Alp. Dieser Weg ist wunderbar und sehr lehrreich angelegt. Dann noch von der Alp hinunter nach Saas Almagell, unserem Ausgangsort vom Samstag. Obwohl sich das Wetter verschlechterte und auch gleich zu Beginn der Heimfahrt Regen fiel, war jeder der Teilnehmer traurig, dass es heimwärts ging. Gerne wären alle noch im Wallis geblieben. Fazit: Wieder eine Supertour mit wirklich tollen Kameraden, bei der alles gepasst hat. Wer auf das Weissmies will, sollte dies unbedingt so wie wir von der Almageller-Hütte aus tun. Es ist sicher die bessere Variante. Dankbar für eine gesunde Heimkehr schielen wir schon wieder auf neue Ziele im nächsten Jahr.


Im Tal der Gurgler Ache

HOCHTOUR vom 23. – 29. Juli 2006

Das hinterste Ötztal war das Ziel einer Hochtourenwoche, bei der sich Gerd Hofmann, Bruno Sittner und der berichtende Norbert Mohr nicht nur die Gipfelschau schmecken ließen – manch Flasche „Roter” wurde geleert...

Für die diesjährige Bergtour zog es uns wieder in die Ötztaler Alpen, genauer gesagt ins Gebiet um den Gurgler Ferner. Abfahrt war am Sonntagmorgen um 6.00 Uhr bei Gerd Hofmann in Geroldshausen. Über die A7 und den Fernpass erreichten wir recht spät um 12.30 Uhr Obergurgl im hintersten Ötztal. Wir suchten uns einen Parkplatz, packten unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg. Wegen des etwas unsicheren Wetters benutzten wir die Seilbahn, die uns bis auf die Höhe der Schönwieshütte (2262 m) brachte. Nun ging es gemächlich in einer Stunde bis zur Langtalereckhütte. Hier legten wir eine Pause ein. Wir verstauten die Rucksäcke in der Materialseilbahn für den Transport zum Hochwildehaus. Zunächst stiegen wir 70 Höhenmeter ab, querten einen Bach und gelangten dann an einen steilen Steig, der fast klettersteigmäßig versichert ist. Nach diesem Steig führte uns der weitere Weg auf einer Moräne bis zum Hochwildehaus auf 2866 m, das wir nach etwa zwei Stunden Gehzeit erreicht hatten. Wir waren vorangemeldet und konnten unser Zimmer gleich beziehen. Nach dem Essen planten wir den nächsten Tag bei einem Gläschen „Roten”.

Von Hütte zu Hütte
Am Montagmorgen hatte sich der Himmel aufgeklart und es begrüßte uns der schönste Sonnenschein. So stand unserer Eingehtour, die uns auf das Ramolhaus führen sollte, nichts mehr im Wege. Nach dem Frühstück brachen wir auf. Die Tour entwickelte sich mit mindestens 1000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg zu einer ausgewachsenen Bergtour. Wir stiegen durch Schutt und Geröll auf den Gletscherboden des Gurgler Ferners bis auf 2400 m ab. Danach querten wir den Gletscher, einen Bach und stiegen nun wieder nach oben. Nach geraumer Zeit trafen wir auf den Normalweg von Obergurgl kommend und folgen ihm in Serpentinen bis zum Ramolhaus hinauf, das auf 3006 m über dem Tal thront. Nun legten wir eine ausgiebige Pause ein. Beim Rückweg ging es wieder die 600 Höhenmeter nach unten. Die Bäche auf dem Gletscher waren jetzt mächtig angeschwollen, so dass wir den Gletscher nur im Zickzack überqueren konnten. Auch der Weg durch ein Geröllfeld fiel uns schwerer als beim Hinweg. Auf dem uns vom Vortag schon bekannten Verbindungsweg von Obergurgl zum Hochwildehaus angekommen, legten wir noch eine kurze Pause ein, bevor wir die letzte halbe Stunde zu unserer Herberge hochstiegen. Bis zum Abendessen blieb noch etwas Zeit zum Frischmachen und Erholen. Der zweite Tag unserer Tour neigte sich beim Essen und gemütlichen Zusammensitzen („Roter”) dem Ende entgegen.

Zum Höhepunkt der Woche
Bei sonnigem Wetter brachen wir am Dienstag nach dem Frühstück zu unserem nächsten Ziel auf. Für heute hatten wir den Aufstieg auf die Hochwilde (3458 m) geplant. Auf einer Moräne ging es zunächst bis zum Beginn des Gurgler Ferners. Hier trafen wir unsere Vorbereitungen für den Aufstieg. Wir legten die Steigeisen an, seilten uns ein und stiegen auf dem hart gefrorenen und spaltenreichen Gletscher nach oben. Der Weg führte uns zwischen Mittelkamm und Annakogel hindurch bis an den sehr steilen und harten Aufstiegsgrat. Gerd führte uns wie immer sicher bis zum Gipfelaufschwung. Hier legten wir die Steigeisen ab und erreichten mit gegenseitiger Seilsicherung gegen Mittag unser Ziel. Nach kurzem Aufenthalt gingen wir wieder zurück und stiegen den steilen Grad vorsichtig hinunter.
Der Weg zum Rand des Gletschers erwies sich als problemlos. Nun wurde eine ausgiebige Pause eingelegt, bevor wir uns auf den Rückweg zur Hütte machten. Bei einem Weizenbier vor der Hütte ließen wir unsere Tour noch einmal Revue passieren. Das Abendessen war wie immer gut und wir genossen den Abend bei einem guten „Roten”.

Über Gletscher und Bäche
Am Mittwoch wurden wir wieder mit dem schönsten Sonnenschein begrüßt. Heute machten wir uns auf den Weg zur Falschungspitze (3363 m). Wir folgten erst einmal dem bekannten Weg des Vortages, um dann unterhalb des Mittelkamms über einen rutschigen Schuttberg hinweg auf die Ostseite des Gurgler Ferners zu gelangen. Wieder ging es im Zickzackkurs über und zwischen zahlreichen Spalten hindurch auf dem Gletscher nach oben. Im oberen Bereich wurde die Schneeauflage sehr weich und wir sanken teilweise knietief ein. Unterhalb des Gipfels hatten wir eigentlich schon genug und machen eine ausgedehnte Pause, bevor wir uns doch noch zum weiteren Aufstieg entschlossen. Wieder sind die letzten Höhenmeter sehr steil. Gegen 13.30 Uhr hatten wir es dann doch geschafft und wurden mit einer tollen Aussicht auf die dominanten Gipfel der Ötztaler Alpen belohnt. Von weitem grüßte die Hochvernagtspitze und auch die Weißkugel ließ die schneebedeckte Spitze herüber scheinen. Nach geraumer Zeit wurde es Zeit für den Abstieg, der sich durch den aufgeweichten Schnee und die vielen Spalten nicht ganz angenehm entwickelte. Über die stark angeschwollenen Bäche, die uns zu einem andauernden Suchen nach dem besten Weg zwangen, erreichten wir die Moräne am Ende des Gletschers und über den bekannten Bergpfad noch vor dem aufziehenden Gewitter die Hütte, in deren Schutz uns das Gewitter und der einsetzende Eisregen keinen Kummer mehr machte.

Quartierwechsel – ganz relaxt
Für den Donnerstag hatten wir den Abstieg zur Langtalereckhütte vorgesehen. Bei sonnigem Wetter legten wir die Rucksäcke in die Materialseilbahn und folgten dem bekannten Weg hinunter ins Tal. Auch den klettersteigähnlichen Steig meisterten wir problemlos und fanden noch Zeit für einige Fotos. Gegen Mittag erreichten wir die Hütte. Wir bezogen ein Zimmer, aßen zu Mittag und legten dann eine längere Pause ein, bevor wir uns doch noch aufrafften, eine Erkundungstour für das Ziel des nächsten Tages zu unternehmen.

Ein Gipfel ohne Eisberührung
Am Freitag schien wiederum die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Für den frühen Nachmittag war jedoch Regen gemeldet: eine kürzere Tour stand deshalb auf dem Programm. Der Hangerer (3005 m) ist als eisfreier Dreitausender-Aussichtberg im Führer beschrieben und wurde als Ziel auserkoren. Wir stiegen ca. 220 m zur Seewieshütte ab, wo eine große Herde Haflinger für einen wunderschönen Anblick sorgte. Der Anstieg begann sehr steil und ging dann in einen Bergpfad über. Auf mächtigen Steinplatten ging es dann die letzten 250 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz. Nach einer Pause machten wir uns an den Abstieg zur Seewieshütte, die uns schon von weitem mit ihren blauen Sonnenschirmen ins Auge stach. Unten angekommen belohnten wir uns noch mit einem Eisbecher, bevor wir uns auf den Rückweg zur Langtalereckhütte machten. Es war nun doch Eile angesagt, denn ein Gewitter kündigte sich an. Mit den ersten Regentropfen erreichten wir rechtzeitig unser Quartier. Nach einer gründlichen Körperpflege kann der gemütliche Teil unseres letzten Abends beginnen („Roter”).

Heimfahrt im Regen
Am Samstag hatte sich das schöne Wetter endgültig verabschiedet. Der Hüttenwirt erklärte sich bereit, unsere Rucksäcke im Auto mit ins Tal zu nehmen. Wir verabschiedeten uns und gingen bei Nieselregen los, an der Seewiesehütte vorbei, bis zur Seilbahn. Auch diese Annehmlichkeit nahmen wir in Anspruch. Am Auto zogen wir uns um und fuhren Richtung Heimat. Die weitere Heimfahrt war problemlos und so erreichten wir am späten Nachmittag wieder die Heimat.


Kletterwochenende am 1. – 2. September 2007


Höhle bauen und Klettern


Am Ende der Sommerferien freuten wir uns auf das Kletterwochenende für Kinder in der Rhön.
Bei kühlem Wetter kamen wir am Freitagmittag an der Hütte an. Zu Viert hatten wir die glorreiche Idee, die Höhle unterhalb der Hütte neu zu bauen.
Als es dann am Samstag regnete, war es leider nicht möglich, an die Steinwand zum Klettern zu gehen. So waren wir den ganzen Tag damit beschäftigt, ein stabiles Dach über die Höhle zu bauen. Wir, Manuel, Doro, Moritz, Chiara und ich, durften dazu die übrigen Bretter vom Hüttenumbau verwenden, mussten aber noch die Nägel entfernen und die Bretter zurechtsägen. Zu guter Letzt bauten wir auch noch einen Eingang, der vor Wind und Regen schützt.
Am Sonntag wurde das Wetter besser und wir starteten zur Steinwand. Opa Ernst legte schnell zwei Seile und so konnten wir „top rope” mehrere Touren klettern. Wir gaben uns gegenseitig Tipps, wenn einer von uns eine schwierige Kletterstelle überwinden musste. Auch Brigitte und Oma Margot zeigten uns, dass sie noch nichts verlernt hatten.
Glücklich und zufrieden ging es noch einmal zur Hütte zurück und wir verspeisten einen großen Topf voll Spaghetti. (Tobias Glößlein)


• Höhle bauen (oben) am nassen Samstag, Klettern an der Steinwand (unten) am trockenen Sonntag.


Wieder mal in die Sachsenschweiz

BERICHT WANDERTOUR: 5. – 11. Juni 2006

Es gibt immer noch etwas in dieser Traumlandschaft zu entdecken, was der berichtende Günter Gallena und die Wandergruppe auch wieder ausführlich taten.

Start zur 2006er-Sachsentour war der 5. Juni, mit dabei waren Erich und Burgl Seitz, Klaus und Hilde Roß, Josef und Hermine Lerzer; Georg und Gerti Heil, Ewald und Elfriede Guck, Martin und Hanne Wölfel, Ludwig und Maria Kees als Neulinge, Günter und Waltraud Gallena und als wichtigste Person natürlich Rosemarie Rüttinger.

Erlebnisse in Holz
Unsere erste Station war das Daetzzentrum in Lichtenstein. Rosemarie hatte eine Führung in einer Erlebnisausstellung angekündigt. Fast glaube ich, dass sie über die Führung und die Ausstellung selbst genauso angenehm überrascht war, wie wir. Die Ausstellung zeigt Meisterwerke in Holz aus allen Kontinenten und ist wirklich ein eindrucksvolles Erlebnis. Für das Außengelände zeigten wir wegen der sehr kühlen Witterung dagegen wenig Interesse. Zügig kamen wir zu unserem Stützpunkt, der mittlerweile gut bekannten Hocksteinschänke. Freudig wurden wir begrüßt, bekamen unsere Zimmer und konnten unsere alten „Stammplätze“ im Gastraum einnehmen. Beim Personal und auf der Speisekarte stellten wir nur kleine Veränderungen fest.

Wetterglück bei der Wanderung
Die erste Tour führte ins Kirnitschtal. Ab der Buschmühle marschierten wir über den Heulenberg mit Teichstein und über den Dreiwinkelgrund zu den mächtigen Thorwalder Wänden. Auf dem Rückweg staunten wir am Zeughaus. Diesen Ort kannten wir aus früheren Wanderungen. Der Wandel der Zeit zeigte sich positiv. Ein hässliches Gebäude wurde entfernt, der Freiluftimbiss geschlossen, das historische Zeughaus renoviert das nun eine Gaststätte mit netter Bedienung beherbergt. Nach einem guten „fair gehandelten“ (Eine-Welt Produkt) Kaffee ging es am späten Nachmittag zu den Autos zurück. Trotz angekündigtem Regen blieben wir davon verschont, was unsere Wirtin sehr erstaunte, denn bei der Hocksteinschänke regnete es ordentlich. Man muss nur fortgehen!

Wege, die es nicht mehr gibt
Direkt vom Quartier weg wanderten wir über den Knotenweg zum Amselgrund. Dort stiegen wir zur Bastei auf. Übrigens: das Wetter wurde zusehends besser. Unsere Brotzeit nahmen wir an einem Rastplatz oberhalb der Teufelstreppe ein. Durch die Schwedenlöcher marschierten wir zum Amselgrund weiter nach Bad Rathen. Kurz darauf peilten wir den Gamrigfelsen an. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass die Wanderkarten und die spärlichen Markierungen nicht mehr übereinstimmen. Die Wanderer sollen zusehends aus den Naturschutzgebieten ferngehaltenwerden. Die neuen Karten beinhalten nicht mehr alle in der Natur vorhandenen Wege!! Das zeigte sich wiederholt auch an den folgenden Tagen. Dadurch bleibt manch schöner Hügel, den wir Jahre zuvor noch ersteigen konnten, den nicht so Wagemutigen verwehrt. Wir ließen uns nicht beirren, gingen die „Schleichwege“ und konnten den überwältigenden Rundum-Ausblick vom Gamrig genießen. Der gefundene Rückweg zum Hauptwanderweg war etwas abenteuerlich, aber genussvoll. Durch das Polenztal und nach einem Kaffeestop sahen wir bald wieder unsere Wahlheimat.

Brotzeit in der Wiese
Als Fahrgemeinschaft ging es an diesem Tag nach Krippen. Bei sehr schönem Wetter folgten wir den Markierungen und der „guten Nase“ von Rosemarie zum Papststein, dem Gohrisch und dem Kleinhennersdorfer Felsbereich. Unterwegs bot sich ein blumenreicher Feldrain zur Brotzeit an. Wir lagerten in Reih und Glied und hielten auch Siesta. Letztendlich konnten wir Kaffee und Kuchen nach dem Steilanstieg auf dem Papststein genießen. Zwischendurch seien noch einmal die herrlichen und weiten Landschaftsausblicke erwähnt.

Kein Radler in der „Radlerkirche“
Heute wollten wir unsere Autos in Uttewalde parken und über die Teufelskammer und Heringshöhle zum Wehlener Grund wandern. Aber bereits das Finden einer geeigneten Parkmöglichkeit erwies sich als schwierig. Nach einigem Hin und Her stellten wir die Autos in einer Seitenstraße ab. Eine uns sehr freundlich gesinnte Anwohnerin „passte“ auf die Autos auf. Den langen „Hatsch“ am Heimweg wollten wir verkürzen und deponierten ein Auto in der Stadt Wehlen. Die Suche zur richtigen Fahrstraße zur Stadt war nicht ganz einfach, selbst das Navigationssystem in Günters Auto hatte zuerst Probleme mit dem Ortsnamen und schickte uns nach Westdeutschland. Als wir – oh Wunder – an unseren wartenden Wanderfreunden vorbeizischten, durften sie uns auslachend nochmals zuwinken. So hatten wir Gesprächsstoff und bald die Lösung für das „Falschfahren“: schlecht platzierte Hinweisschilder führten uns in die Irre. Nach einem landschaftlich reizvollen Schluchtweg suchten wir nach dem Einstieg zur Teufelkammer, einem sehr lohnenden Wegabschnitt mit Felspassagen. Er erwies sich als schwierig bzw. nicht durchführbar. Eine große eingezäunte Kuhweide lenkte uns weit ab. Man landete ungewollt am reizvollen Aussichtsplatz oberhalb des Alpengartens der Stadt Wehlen. Nach unserer Brotzeit stiegen wir zur Stadt hinab und besichtigten unsere erste „Radlerkirche“. Ein leckeres Eis gönnten wir uns alle. Die gebuchte Führung in einem Steinbruch erwies sich wieder als Erlebnis. Als abschließend unser Führer auch noch zur rustikalen Steinbrecher - Brotzeit einlud, war der Nachmittag perfekt. Der Rückweg zu den Autos war durch die Hitze etwas langwierig und ermüdend.

Zu Fuß und mit dem Kahn
Heute stand der Besuch der Edmundsklamm auf dem Programm. Die Autos parkten wir am Bahnhof in Krippen. Vom Parken auf tschechischer Seite riet man uns ab. Wer sich an meine früheren Beschreibungen erinnert weiß, was uns erwartete. Zunächst gab es eine Zugfahrt nach Schöna, dann eine Fahrt mit der Personenfähre (Grenzübertritt) u.a. zum Vietnamesenmarkt in Hrensko, Grenzbeamte gab es nicht mehr. Wahrscheinlich wegrationalisiert durch die EU-Zugehörigkeit. Am Markt baute man gerade auf. Die kombinierte Wander- und Kahnpartie war wie immer eine Augenweide und interessant. Im jeweiligen Licht (uns lachte die Sonne) konnten wir die Ruhe genießen. Der von unserem Rastplatz aus weiter führende und von uns schon begangene Weg in das obere Kaminicetal war neuerdings gesperrt. Dies ist der wildromantischere Teil und soll wahrscheinlich vom Massentourismus verschont bleiben. Nach der Mittagsrast ging es lange aufwärts zum Schaunstein. Eine grandiose Burganlage mit keinem leichten Zugang. Für Korpulente ein absolutes Nadelöhr. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier vonnöten. Wir berührten noch das kleine Prebischtor. Durch eine waldreiche Gegend liefen wir zurück zur Edmundsklamm. Ab da gab es nun das selbe Fahrerlebnis zurück. Wir machten heute die Erfahrung: in allen Bereichen haben die Tschechen das Preisniveau nach oben korrigiert.

Heimfahrt über Dresden
und Zeche begleichen zogen wir geschlossen in Richtung Dresden. Die prächtig restaurierte und neu eröffnete Frauenkirche wollten wir besichtigen, was sich aber am Sonntagvormittag als unmöglich zeigte. Für ein dreiviertel Jahr hinaus waren Führungen ausgebucht. Alternativ wollten wir den Botanischen Garten anpeilen. Am Eingang kehrten wir gleich im Ausflugslokal ein. Fußschonend kutschierten wir mit der Minieisenbahn zum anderen Ende des Parks. Als Besonderheit können hier Jugendliche Lokführer, Weichensteller und Ansager spielen. Ganz stolz und sehr ernsthaft führten sie ihr Amt aus. Mit einem gemütlichen Spaziergang ab Schloss kehrten wir zum Ausgangspunkt zurück und beendeten unsere Wanderwoche. Ich denke, man merkt es, es war eine Woche voller Harmonie und Besonderheiten, zu denen auch kulturelle Höhepunkte gehörten. Nach der Bergbund gemäßen Verabschiedung strebten fast alle mit ihrer Fahrgemeinschaft der Heimat zu. Unsere „Jüngsten“ konnten sich noch nicht von Dresden trennen. Ludwig und Maria wollten am Abend eine Vorstellung in der Semperoper erleben. Ich bin mir sicher, dass einige sich bereits auf der Heimfahrt seelisch und moralisch auf die nächste Tour von Rosemarie vorbereiteten. Wie schnell ist ein Jahr vorbei!


Verwall-Klettern: Blankahorn

BERICHT HOCHTOUR: 29. – 30. Juli 2006

Den Hohen Riffler, höchster Berg im Verwall, kann man auch über den kleinen Umweg Blankahorn ersteigen. Der Westgrat ist nicht schwer (III) und auch für Anfänger geeignet. Edgar Braun erzählt nachfolgend über diese Tour.

Entgegen den "normalen" Gegebenheiten beim Hüttenzustieg regnete es diesmal auf dem Weg von Pettneu (1200 m) zur Edmund-Graf- Hütte (2408 m) ohne Unterlass. Das hatte aber den Vorteil, daß die dafür benötigten 2.40 Stunden nicht gar so anstrengend waren, wie wenn die Sonne vom Himmel gebrannt hätte. Wir, Frank Beutel und ich, hatten zudem den Wetterbericht für den nächsten Tag im Gepäck und der besagte: schönes Sommerwetter! Auch die nette Hüttencrew und das Dreibettzimmer (für uns alleine) trugen zur guten Gesamtstimmung bei. Der Tourentag begann wolkenlos und warm um 7.00 Uhr mit dem Aufstieg in Richtung Hoher Riffler (3168 m). Dort, wo der Steig einen Bogen in Richtung Schuttkar zwischen Blankahorn und Kleinem Riffler macht, verließen wir die markierte Route, um über Schrofengelände in der kammnahen Südflanke an Höhe zu gewinnen. Eine angedeutete Verschneidung markiert dann die Stelle, wo erstmals die direkte Gratschneide erreicht wird. Nach dem Seilanlegen wartete gleich eine etwas schwierigere Stufe auf uns. Aber richtig schwierig – das war's eigentlich nicht. Auch die restlichen Klettermeter hätte man seilfrei machen können. Den Gipfel (3129 m) hatten wir nach etwa 3.30 Stunden erreicht, die nahe Blankascharte im Abstieg (II) nach weiteren 15 Minuten durch die steile und brüchige Nordwestflanke. Hier bogen wir in den Normalweg zum Hohen Riffler ein, um die letzten 150 Höhenmeter zum Südgipfel über schuttige Serpentinen zurückzulegen. Nur zwei Meter höher ist der von einer jähen Scharte getrennte nördliche Bruder, den wir uns schenkten angesichts der nicht unbedingt besseren Aussicht und auch wegen meiner Knieprobleme, die ich mir beim Klettern geholt hatte. Immerhin standen jetzt noch 2000 Höhenmeter Abstieg auf dem Programm.


„Senioren“ in den Felsen

BERICHT KLETTERN: 30. September – 1. Oktober 2006

Wieder einmal die Hände an den warmen Fels legen – das konnte wer wollte in den ersten Herbsttagen. Heinz Schecker organisierte und berichtet auch über einen vorzüglichen Abendhock in der „Weihersmühle“ bei Weismain.

Die „Alpenvereinswand“ bei Wattendorf war das erste Ziel, das an seinen beiden Enden jeweils eine Route im Schwierigkeitsgrat III/IV für uns parat hatte. Zusammen mit Raymond Paolozzi richtete ich die Routen ein, die vor allem viel Spaß und das Gefühl für den Fels (wieder) vermitteln sollten. Was auch gelang – schnell hatten alle die höchsten Punkte erreicht und neue Ziele ins Auge gefaßt. Am „Katzenbuckel“ wurden etwas schwierigere Ziele auserkoren, die Unterarme mußten teilweise schon kräftig zupacken. Alle Teilnehmer, unter ihnen auch die nimmermüden Margot und Ernst Kraus, steigerten sich im Laufe des Tages, manchmal wurden die Umlenkkarabiner aber nur mit „letzter Kraft“ und etwas unorthodoxen Methoden erreicht. Umso angenehmer war die Ankunft bei unserem Übernachtungsquartier „Weihersmühle“ im Ziegenfelder Tal: tolles Essen, gute Stimmung und eine ruhige Nacht. So konnten am nächsten Tag noch einige Routen an der „Burglesauer Wand“ angehängt werden, vor allem im Bereich „Spaß und nicht zu schwer“, denn die Unterarme... Wer es selbst probieren möchte, kann in der Halle (Birkenfeld) üben und/oder im Frühjahr wieder mit dem Bergbund in die Fränkische Schweiz fahren


Radfahren und Fußball schauen

BERICHT RADTOUR: 9. – 11. Juni 2006

Ohne technische Probleme erreichten 12 Bergbündler die Hütte am Himmeldunk – sogar mit integriertem Fußball- WM-Eröffnungsspiel, wovon uns Margot Kraus berichtet.

Wie allgemein bekannt zog mit dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft auch der Sommer bei uns ein. Genau diesen Tag hatten wir uns für den Start der diesjährigen Fahrradtour ausgesucht. Sechs unermüdliche Radfahrer hatten sich schon am Freitag für den ersten Teil der Tour Zeit genommen. Das Radfahr-Fieber war stärker als das Fußball-Fieber! Nach unserer Rast in Gemünden merkten wir, dass wir gut in der Zeit lagen und rechtzeitig zum Anstoß des Eröffnungsspiels an unserem Etappenziel in Gräfendorf sein werden. Vorsorglich war bereits ausgekundschaftet worden, dass der dortige Fußballverein die Spiele auf einer Großleinwand zeigen wird. Diese Stimmung wollten wir uns nicht entgehen lassen und jubelten bei Gulaschsuppe und Leberkäsbrötchen mit den Gräfendorfern. Den Tag beschlossen wir allerdings dann gemütlich beim Griechen auf der Terrasse bei Pizza, Souvlaki und Retsina.

Auf neuer Strecke zur Hütte
Pünktlich trafen weitere sechs Radler/ Innen am Samstag früh ein. Zunächst fuhren wir den schon bekannten Weg von Gräfendorf über die Papiermühle nach Heiligkreuz. Dann hatten wir einen neuen Weg ausgekundschaftet und so fuhren wir diesmal auf dem Wanderweg weiter nach Heckmühle und von dort herrlich durch den Wald vorbei an Münchau bis nach Schönderling. Kurz von 13.00 Uhr erreichten wir die Bäckerei im Markt Schondra. Eine längere Mittagspause hatten wir uns verdient, da die Waldwege unsere Muskeln ganz schön in Anspruch genommen hatten. Wir waren dort telefonisch angemeldet und schon einen Tag früher erwartet worden. Die vorbereiteten Brötchen hatten also schon andere gegessen. Es gab auch am Samstag kurz vor Ladenschluss noch genügend Auswahl und wir konnten uns mit Erdbeerkuchen und Schinkenbrötchen zu Eis, Kaffee und Limonade die verbrauchten Kalorien zurückholen. So bekam jede/r was das Herz begehrte! Frisch gestärkt befuhren wir den nächsten Streckenabschnitt, der uns zügig bergab über Riedenberg bis nach Wildflecken brachte. Hier mussten wir noch einmal die verbrauchte Flüssigkeit tanken, denn der letzte Anstieg stand bevor. Wir wollten diesmal auf der Straße bleiben, da der ausgeschilderte Fahrradweg wesentlich steiler ist und uns nicht mehr nach "mountainbiken" war. Ab Oberweißenbrunn darf dann jede/r nach eigener Kraft und Ausdauer zur Hütte hochfahren oder laufen und schieben. Jede/r darf nach Lust und Laune zurückschauen und die Aussicht genießen und sich freuen, dass man es wieder einmal geschafft hat. Freya erwartete uns wieder mit Kaffee und Kuchen. Aber die sommerliche Wärme hatte uns zugesetzt und so floss erstmal Radler durch unsere Kehlen, bevor wir uns über den Kuchen hermachten, um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken.

Spaß bei der Heimfahrt
Nach einem reichlichen Frühstück "flogen" wir wieder heimwärts. Heiner ist bei seiner Freya in der Rhön geblieben. Beim einzigen Aufstieg von Rupboden nach Roßbach gab's noch einmal weiche Knie. Die Mittagsrast genossen wir bei herrlichem Panorama, bevor wir die 20 Kilometer Abfahrt hinunter nach Rieneck antraten. Spätestens hier waren auch unsere beiden "Neuen" beeindruckt. Auf dem Gemündener Marktplatz hatte uns dann "das normale Leben" wieder eingeholt, wenn man zwischen sonntäglich gekleideten Menschen nach einem Radler ruft. Schlusshock war wieder in Himmelstadt und die Heidingsfelder taten mir ein wenig leid, da sie noch eine gute Stunde zu fahren hatten – aber die waren ja am Freitag noch nicht dabei.


Unterhaltsamer Rhön-Ausflug

BERICHT KULTOUR: 22. April 2006

Drei Stationen hatte Rosemarie Rüttinger, die auch darüber berichtet, auf dem Programm. Dabei gab's Kultur für die Augen und auch für den Gaumen.

Einen regnerischen Auftakt hatte unsere Busfahrt nach Ostheim, Roth und Fladungen. Sechsundzwanzig interessierte Mitfahrer/innen konnten wir nach vielem Werben doch noch dafür gewinnen. Schade, dass so wenige Mitglieder dabei waren! Ohne Gäste wäre die Fahrt kaum möglich gewesen. In Ostheim zeigte uns ein guter Führer die Stadt mit ihrer reichen Geschichte. Vor allem der Abschluss in der Kirchenburg mit der renovierten Kirche St. Michael war eindrucksvoll. Um 12.30 Uhr kehrten wir zu einer zünftigen, selbst organisierten Brotzeit in die Rother Brauerei ein. Biergarnituren stellten wir ruckzuck auf, Tischdecken darüber und dreierlei Wurst, Käse und verschiedene Weck gab es zur Stärkung (alles hatten wir im Bus mitgebracht). Selbstbedienung war angesagt. Wir saßen unter einem Hallenvordach im Trockenen, denn ein mächtiger Regenschauer prasselte zwischendurch nieder. Der Seniorchef der Brauerei, Herr Weydringer, nahm sich viel Zeit für uns. Aber vor allem: er spendierte unserer Gruppe alle Getränke! Anschließend gab es eine kurzweilige und sehr interessante Führung von ihm. Wir konnten Eindrücke vom modernen ökologischen Bierbrauen gewinnen. Seine Biersorten schmeckten vorzüglich.

Schnell vergingen die Stunden, dann brachte uns Gerhard Hünlein nach Fladungen. Das Freilandmuseum mit einer Führung zu erleben, ist eine sehr lohnende, informative und unterhaltsame Angelegenheit. Dabei war uns das Wetter dann endlich hold. Vom dortigen Brauund Schlachtertag konnten wir leider nicht mehr viel mitbekommen. Am Nachmittag gab es nur noch wenige Besucher, dabei lohnt die Anlage einen Ausflug – vielleicht geben die mitreisenden Bergbündler diese schönen Eindrücke weiter, denn das Museum braucht mehr Gäste. Auch wir freuen uns, wenn wir unseren Mitgliedern und Gästen einen schönen Tag bereiten konnten und diese für unseren Bergbund werben.

Traumwetter im Hochwinter

BERICHT SCHNEESCHUHTOUREN: 7. und 14. Januar 2006

Mit Schneeschuhen im Winter auf Alpengipfel steigen? Ja, das macht Spaß und ist, mit dem nötigen Grundwissen (Kurs am 25. und 26.11. auf der Rhönhütte!), auch nicht gefährlicher als im Sommer, wovon Edgar Braun zu berichten weiß.

Tour im Zillertal
Dieser Tag war ein Traumtag! Keine Wolke am Himmel, windstill und warm in der Sonne. Die vorhandene Spur leitete uns zum Grat oberhalb des Sidanjochs (2127 m), zu diesem hinab und dann leicht ansteigend südwestwärts über einen mit kleinen Felsriegeln durchmischten Gratrücken. Nach etwas mehr als zwei Stunden standen wir auf dem Roßkopf-Gipfel (2576 m), der nach Westen hin doch recht steil ins Nurpenstal abfällt. Ich verabschiedete mich nach zehn Minuten Gipfelrast, um durch den recht sulzigen Schnee etwa entlang der Aufstiegsspur wieder zurück zum Sidanjoch zu "schleichen". Nun nicht talwärts zur nahen Rastkogel- Hütte (2124 m), sondern über gestuftes Kuppengelände entlang einer zum Glück festen Spur zum Kraxentrager (2423 m). Dort hatte sich viel Skivolk eingefunden, um über die nordwestlichen Hänge nach Hochfügen abzufahren. Ich wollte eigentlich zum Marchkopf weiterlaufen, doch am Gipfel dazwischen, der auch noch so heißt, war Schluß. Keine Spur, viel Fels, viel Gewühle... So ging es nach der Gipfelrast den gleichen Weg zurück zum Abzweig am Grat oberhalb des Sidanjochs und zum Apfelstrudel in der Hütte.

• Der Übergang vom Schwaigberghorn zum Breiteggern (oben) bildete den alpinistischen Höhepunkt des Tages. Die beiden Tourengeher sind auf dem Weg zum Sidanjoch (unten) und zum links sichtbaren Roßkogel-Gipfel.
Tour in der Wildschönau
Auch dieser Tag war ein Traumtag! Wie schon eine Woche zuvor im Zillertal bescherte uns ein beständiges Hoch über den Alpen einen wolkenlosen Himmel, wenngleich die Temperaturen außerhalb der Sonne als sehr frostig bezeichnet werden konnten. Am Morgen des samstäglichen Tourentages fuhren wir zum Weiler Schwarzenau, kurz hinter Auffach gelegen. Die ersten Meter des Aufstiegs im Schatten waren noch recht steif, doch schon bald danach hatten wir die sonnenbeschienenen Wiesenmatten der Prädastenalmen erreicht und das letzte Teilstück über einen freien Rücken zum ersten Gipfel des Tages, dem Feldalphorn (1923 m), ließ uns schon schwitzen. Routentechnisch als eher leicht einzustufen, hatten wir hier bereits einen phänomenalen Rundblick mit Karwendel, Rofan, Wilder Kaiser, Großglockner... Nach einer kurzen Rast folgten wir der Skispur südwärts zum Schwaigberghorn (1990 m), dem höchsten Punkt des Tages, der Übergang über einen Anflug von Grat zum Breiteggern (1981 m) war dann bald darauf der alpinistische Höhepunkt. Kurzentschlossen hängten wir noch eine Etappe über die Wildkarspitze (1961 m) zum Kleinberger Niederhorn (1868 m) dran. Hier machten sich dann aber doch bei "Teilen der Gruppe" erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar, weshalb wir nicht noch zum Siedeljoch weiterstapften, sondern gleich über die Breiteggalm zur im Tal liegenden und auch bewirtschafteten Schönangeralm (1180 m) abstiegen.

Wer sich für hochalpine Schneeschuhtouren interessiert, kann sich bei Edgar Braun (Telefon: 0931/4043983) informieren und Tourentipps erhalten.



Tiefschneetage in der Schweiz

BERICHT SKITOUR: 23. – 27. Januar 2006

Der Spaß stand zwar im Mittelpunkt, doch auch das (Dazu-) Lernen wurde nicht vergessen, als in St. Antönien die Ski untergeschnallt wurden. Gerd Hofmann läßt uns in seinem Bericht daran teilhaben.

Nach etwa vier Stunden Fahrt von Lohr bzw. Geroldshausen trafen wir uns in St. Antönien auf der Südseite des Rätikon: Heinz Schecker, unser Tourenführer, Gerd Hofmann, Margot und Ernst Kraus sowie Holger Hückmann.

Jetzt war erst einmal ein ausgiebiges Frühstück im altehrwürdigen Hotel Rhätia (aus dem 15./16. Jahrhundert) angesagt, bevor wir um 10.00 Uhr unsere Skier zur ersten Tour schulterten. Heinz hatte das Große Chrüz (2196 m) als entsprechende Eingehtour für uns ausgesucht. Zunächst ging es entlang einer kleinen Skipiste, dann durch tiefen Schnee in einen wahrhaftigen Zauberwald. Steilstücke wechselten sich mit kleinen Abfahrten auf dem Weg zur weitläufigen Alpe Valpun ab. Unter Wahrung von Entlastungsabständen (ca. 40 – 50 m) stiegen wir durch unverspurten Tiefschnee aufwärts. Unser erstes Ziel war das Chlien Chrüz. Von hier mussten wir nochmals 50 m abfahren, bevor das steilste Stück des ganzen Anstiegs vor uns lag. Nach 30 Minuten Aufstieg waren wir dann auf dem Gipfel des großen Bruders. Hier hatten wir eine grandiose Aussicht auf die Davoser Pistenberge sowie Schesaplana, Sulz- und Drusenfluh. Nach einer kurzen Pause machten wir uns zur Abfahrt bereit. Mit viel Freude gingen wir die ersten Schwünge an. Heinz und Holger flochten ihre tollen Zöpfchenmuster in den jungfräulichen Schnee, während wir, Margot, Ernst und ich, im „malerischen BB-Stil“ hinterherfuhren. Der Schnee war super, aber leider nur bis kurz vor Pany. Dann gab's Bruchharsch und windgepressten Schnee der übelsten Sorte! Der Rest ist Schweigen!

Ein wahrer Tiefschneerausch
Frisch gestärkt gingen wir am Dienstag früh um 8.30 Uhr los. Zunächst trugen wir die Skier bis zur Brücke über den Schanielabach. Hier zogen wir die Felle auf und stiegen, durch stark verspurtes bzw. verfahrenes Gelände, steil aufwärts. Bald kamen wir auf einen Almweg, der uns ganz gemütlich zur Alpe Obersäß führte. Hier machten wir eine kurze Verschnaufpause. Der Rückblick zum Chrüz und Eggberg war großartig. Im weiteren Aufstieg führte uns Heinz wieder durch herrliche unverspurte Hänge und eine flache Mulde weiter in Richtung Schafberg. Bei ca. 2300 m trennten sich dann unsere Wege. Heinz und Holger stiegen weiter zum Schafberg auf 2456 m. Margot, Ernst und ich wählten die nicht mehr weit entfernte Carschina-Hütte (2222 m) als Ziel. Die Aussicht auf Schesaplana, Sulzfluh, Drei Türme sowie Schiejenflue und Schollberg war grandios! Nach einer längeren Pause stiegen wir dann durch welliges Almgelände, meist unverspurt, zu einem Höhenrücken oberhalb von Partnun. Um 15.00 Uhr trafen wir dort, wie verabredet, mit Heinz und Holger zusammen. Die Abfahrt nach Partnun war ein einziger Tiefschneerausch. Im Sulzfluhhaus wurde ein schöner Tourentag bei Apfelmost und Bier beendet.

Lernen nach dem Vergnügen
Am Mittwoch fuhr Holger leider schon nach Hause zurück. Vorher jedoch transportierte er uns noch nach Dörfji (1600 m), was uns eine Stunde Weg sparte. Gleich wurden wir richtig gefordert – es ging steil bergwärts. Zwischendurch machten wir immer wieder eine kurze Verschnaufpause, denn mit der Zeit steilte sich das Gelände noch mehr auf. Nun mussten wir auch noch von der Ideallinie abweichen, um vermeintlich lawinengefährdeten Hängen auszuweichen. Auch trübte sich das Wetter ein – der Himmel überzog sich immer mehr mit einer dünnen Schleierwolkenschicht. Endlich kamen wir in eine größere flache Mulde, die uns langsam zum Vor- bzw. zum Skigipfel des Riedkopfes (2522 m) führte. Hier suchten wir uns ein windstilles Plätzchen für eine kurze Pause und genossen noch die gute Aussicht auf die umliegenden Rätikonberge. Die Abfahrt gestaltete sich, wie erwartet, als schwierig und problematisch. Bedingt durch die schlechte Sicht blieben Stürze nicht aus. Dann war Schwerstarbeit im fast grundlosen Schnee angesagt. Gott sei Dank kamen wir alle wohlbehalten wieder in St. Antönien an. Hier war dann noch eine Übung mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät angesagt, denn nur der regelmäßige Umgang kann uns das notwendige Wissen für einen Ernstfall (ist Ernst gestürzt?) vermitteln.

• Die leider unbewirtschaftete Alpe Säss bot uns vor der Abfahrt nach Pany eine ideale Rastmöglichkeit in der herrlichen Wintersonne.
Heinz zeigte uns sein Können
Heute schulterten wir unsere Skier und wanderten zunächst durch den Ortsteil Ascharina. Vor der Alm Usser Ascharina wurden die Felle aufgezogen, dann ging es mäßig steil durch kuppiges Almgelände aufwärts. Eine Heuschlittenspur brachte uns kurzzeitig vom rechten Aufstiegsweg ab. Deshalb mussten wir wieder ca. 50 m absteigen und eine heikle Querung oberhalb des Alpbachs in Kauf nehmen. Margot verlor am tiefsten Punkt fast ihre Felle... Nun ging es, sanft aufsteigend, weiter nach oben in Richtung einer weiten Mulde und endlich zum Zwischenziel Fürggli (2250 m). Über den stark verblasenen Ostgrat stiegen wir dann zum nahen Gipfel des Jögglisch Horn (2290 m). Leider hatten wir keine gute Aussicht mehr, denn fast unbemerkt zog sich der Himmel schon während des Aufstiegs zu. Am Gipfel war es zugig und kalt, so dass wir hier oben nur kurz verweilten. Eine schöne Abfahrt brachte uns wieder hinunter ins Tal. Auch die Sonne ließ sich wieder sehen und eine Almhütte mit Veranda und guter Aussicht lud uns zu einer Pause ein. Hier gab uns Heinz, nach einem Skitausch, noch eine Kostprobe seines Könnens, bevor wir dann endgültig zu unserer letzten Tiefschneeabfahrt aufbrachen.

Fazit: Eine schöne Tourenwoche, bei der wir tolle Skitouren durchführen konnten und manches über Tiefschneefahren lernten. Auch Lawinenkunde und die Handhabung des Lawinenverschüttetensuchgerätes (LVS) sowie der Lawinensonde kam nicht zu kurz. Alles in allem: eine Tourenwoche, die man allen Interessierten weiterempfehlen kann und die uns allen in guter Erinnerung bleiben wird.