Freitag, 25.9.98
Nachdem wir es endlich geschafft hatten aufzustehen, gab es dann um 7.15 Uhr Frühstück. Um 8.30 Uhr trafen wir uns alle, um die Solarautos zu bauen. Ich stellte ziemlich schockiert fest, dass ich teilweise besser mit der Säge umgehen konnte, als viele Engländer. Hilfsbereit, wie ich meistens bin habe ich Ankur dann geholfen und mir prompt in den Finger geschnitten. Da die Wunde ziemlich blutete, ging ich mit einer Lehrerin der Tschechen ins Sekretariat des Internats wo ich feststellte, dass der Erste-Hilfe-Kasten aus zwei Pflastern und einer Schachtel Aspirin besteht. Tja, hier hat wohl niemand damit gerechnet, dass sich jemand in den Finger sägt.
Um 12.20 Uhr gingen wir dann zum Mittagessen und um halb zwei veranstalteten wir das Solarautorennen. Den Ganzen Tag hatte die Sonne geschienen, und jetzt sah man nur dicke, schwarze Wolken. Aber unser Auto fuhr trotzdem! Hab ja auch ich mitgebaut. Also gingen wir nach drinnen und ließen unsere Autos mit Hilfe von Lampen fahren. Gewonnen hat schließlich "Fulda". Den Schönheitspreis gewannen Milena und Mareike mit ihrem Auto " Double M".
Ab 14.15 Uhr hatten wir Freizeit und Zeit, um unsere Vorträge, die wir Abends (auf Englisch) halten mussten, vorzubereiten. Wir waren alle ziemlich müde, als wir uns noch einen Vortrag über Energie im Universum anhören sollten, irgendwie haben wir es geschafft, nicht einzuschlafen. Um halb sechs aßen wir zu abend und um 19.00 Uhr mussten wir unsere Vorträge halten. Wir hatten ziemlich Angst davor (haben teilweise im Bad versuch die Texte in unsere Köpfe zu kriegen), doch es hat eigentlich ganz gut geklappt. Danach, um etwa 20 Uhr haben wir noch mit Herrn Roth gesungen, naja und dann mussten wir schlafen gehen. Da aber heute die Gänge bei den Mädchen nicht abgesperrt wurden, haben manche eben nur wenig geschlafen.
Samstag, 26.9.98
Am Samstag morgen packten wir nach dem Frühstück unsere Koffer und liefen durch Chrudim zum Bahnhof. Wir fuhren dann ca. eine Stunde nach Königgrätz, wo wir um 11 Uhr von unseren Gastfamilien abgeholt wurden.
Am Nachmittag gingen wir (Vici, John (ein Engländer) und ich) mit unseren Tschechen in den Zoo. Der war total groß und mit vielen Extras, es gab zum Beispiel einen Safari-Bus, der uns durch ein Gebiet fuhr, in dem die Tiere fast uneingezäunt lebten. Bei uns war es total lustig, jedenfalls lustiger als bei den anderen, die sich auf einer Gymnastikaufführung vergnügen durften. Am Abend fiel ich todmüde ins Bett, da wir alle am Freitag nicht so viel geschlafen hatten.
Sonntag, 27.9.98
Tja, und dann mussten wir am Sonntag wohl oder übel wieder heimfahren. Als wir uns um 9 Uhr getroffen haben, und erst mal 50 Minuten warten durften, da uns Herr Roth aus Angst, dass wir zu spät kommen, so früh herbestellt hatte, verabschiedeten wir uns erst einmal von unseren Tschechen. Dann versprachen wir unseren Austauschpartnern noch die Lieder aus der Mappe zu kopieren, aus der wir immer gesungen hatten. Dann fuhren wir gut gelaunt nach Hause. Zuerst zwei Stunden in einem langsameren Zug nach Prag. Dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt und gaben unsere letzten Kronen aus. Im Zug war außer uns noch eine Realschulklasse aus Friedrichshafen. Mit denen (den Realschülern) habe ich (Julia) mich die meiste Zeit unterhalten. Dann haben wir mit Herrn Roth gesungen, und als wir keine Lust mehr hatten, sang er seine ganze Mappe alleine durch. Als wir mit etwas Verspätung um 19.30 Uhr in Würzburg ankamen küsste Hannes erst mal den Bahnsteig. Ich glaube, wir waren alle froh, wieder zu Hause zu sein.
Julia Ihrcke, 9b
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INSS 1998
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