Fachlehrplan für Mathematik an bayerischen Gymnasien KWMBl So.-Nr. 8/1991 |
Jahrgangsstufe 5 | (4) | ||
Arithmetik und Geometrie | |||
1 Die natürlichen Zahlen und ihre Darstellungen | (ca. 14 Std.) | ||
Für die grundlegende mathematische Tätigkeit des Zählens benötigt man die natürlichen Zahlen. Zu ihrer Darstellung wurden in verschiedenen Kulturkreisen unterschiedliche Methoden entwickelt. Die Schüler sollen erfahren, dass die ihnen vertraute Darstellung der Zahlen im Zehnersystem nur eine von vielen Möglichkeiten ist. Sie sollen erkennen, dass für die Verwendung von Stellenwertsystemen neben historischen Gründen vor allem auch Zweckmäßigkeitsüberlegungen sprechen. | |||
| - | Bestimmen und Benennen von Anzahlen | Beispiele aus dem Erfahrungsbereich der Schüler | |
| - | historische Beispiele von Zahlendarstellungen, insbesondere das römische Zahlensystem | ( | |
| - | Zahlendarstellung in Stellenwertsystemen; | wichtige Begriffe: Grundzahl, Bündelung, Stufenzahlen, Ziffern, Stellenwert einer Ziffer, die Ziffer Null; Hinweis auf die technische Anwendung des Dualsystems bei elektronischen Rechnern | |
| - | Lesen und Schreiben großer Zahlen; | Zahlenraum bis zu einer Billion; | |
| - | Anordnung der natürlichen Zahlen | Veranschaulichung am Zahlenstrahl | |
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2 Rechnen mit natürlichen Zahlen | (ca. 34 Std.) | ||
Einfache und häufig auftretende Zählprobleme führen auf die vier Grundrechenarten. Die Vertrautheit mit ihren Gesetzmäßigkeiten und die sichere Beherrschung der Rechentechniken sind vorrangige Ziele des Mathematikunterrichts in dieser Jahrgangsstufe. Beim schriftlichen Rechnen sollen die Schüler zu klarer und übersichtlicher Darstellung angeleitet werden. | |||
| - | die vier Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division; | Erläuterung der schriftlichen Rechenverfahren; | |
zugehörige Fachausdrücke | ( | ||
| - | Lösen einfacher Gleichungen und Ungleichungen | Grundmenge, Lösungsmenge; | |
| - | Verbindung der vier Grundrechenarten | Gebrauch von Klammern, Vereinbarung "Punkt vor Strich", Distributivgesetz, Rechenvorteile | |
| - | Gliedern von Termen | sprachliche und graphische Form | |
| - | Runden natürlicher Zahlen, Abschätzen von Größenordnungen | Überschlagsrechnen | |
3 Rechnen mit Größen aus dem Alltag | (ca. 18 Std.) | ||
Quantitatives Beschreiben und Erfassen von Zusammenhängen ist in vielen Situationen des Alltags erforderlich. Die Schüler sollen lernen, Größen in geeigneten Maßeinheiten anzugeben und mit solchen Maßangaben sachgerecht umzugehen. Dazu gehört, Verständnis für den Vorgang des Messens und die ihm zugrundeliegende Idee zu entwickeln. Von großer Bedeutung, auch über das Fach Mathematik hinaus, ist die Fähigkeit, Sachtexte zu lesen, zu verstehen und zu bearbeiten. | |||
| - | die Größen Geld, Gewicht, Zeit, Länge mit den jeweils gebräuchlichen Maßeinheiten |
sicherer Umgang mit Größen, Wechsel der Maßeinheit, auch mehrfach benannte Größen | |
| - | Sachaufgaben |
Hierbei sollen | |
4 Geometrische Grundformen und Grundbegriffe | (ca. 12 Std.) | ||
In zunächst spielerischem und entdeckendem Umgang mit einfachen Körpern und ebenen Figuren sollen grundlegende geometrische Sachverhalte erkannt und mit entsprechenden Begriffen beschrieben werden. Arbeiten mit Modellen und ausgiebiges Zeichnen sollen eine gute Erfahrungsgrundlage schaffen und die Raumvorstellung und das Formempfinden der Schüler fördern. | |||
| - | räumliche Grundformen: |
auch Schrägbild und Netz eines Quaders; | |
| - | Grundbegriffe:
Punkt, Strecke, Gerade, Halbgerade; |
gebräuchliche Symbolik; | |
| - | ebene Grundformen:
Quadrat, Rechteck, Dreieck, Kreis; |
auch Symmetriebetrachtungen und Behandlung von Parkettierungsproblemen ( | |
5 Einführung in die Flächenmessung | (ca. 18 Std.) | ||
Aufbauend auf Alltagserfahrungen sollen die Schüler das Prinzip der Flächenmessung kennenlernen. Sie sollen den Gebrauch der üblichen Flächeneinheiten beherrschen und für Quadrate und für Rechtecke die Inhaltsformel kennen und anwenden können. | |||
| - | Prinzip der Flächenmessung, |
| |
| - | Flächeninhalt von Rechtecken, |
Berechnung des Inhalts von Flächen, | |
| - | Oberfläche eines Quaders |
Berechnung der Oberfläche von Körpern, die in Quader zerlegbar sind | |
6 Teilbarkeit der natürlichen Zahlen | (ca. 16 Std.) | ||
Teilbarkeitsbetrachtungen geben einen vertieften Einblick in die Eigenschaften der natürlichen Zahlen. Die Besonderheit der Primzahlen soll von den Schülern erkannt, die Rolle dieser Zahlen als "Bausteine" für die zusammengesetzten Zahlen deutlich herausgestellt werden. Sicherheit im Bestimmen von gemeinsamen Teilern oder Vielfachen gegebener Zahlen ist ein wichtiges Lernziel, vor allem im Hinblick auf das Rechnen mit Brüchen in der Jahrgangsstufe 6. | |||
| - | Teiler einer Zahl, Teilermengen | Mengenschreibweisen | |
| - | Teilbarkeitsregeln |
Begründung der Regeln für die Teilbarkeit durch Stufenzahlen sowie durch 2, 3, 4, 5, 9 und 25 | |
| - | Primzahlen und zusammengesetzte Zahlen;
Erkennen von Primzahlen |
Sieb des Eratosthenes (um 230 v. Chr.); | |
| - | Primfaktorzerlegung |
Verwendung der Potenzschreibweise | |
| - | größter gemeinsamer Teiler von Zahlen |
Mengendiagramme; | |
| - | Vielfache einer Zahl, Vielfachenmengen |
Vielfachenmengen als Beispiele unendlicher Mengen | |
| - | kleinstes gemeinsames Vielfaches von Zahlen |
Sachaufgaben | |
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