Fachlehrplan für Mathematik an bayerischen Gymnasien KWMBl So.-Nr. 8/1991 |
Jahrgangsstufe 7 | (4) | |
Algebra | (ca. 56 Std.) | |
1 Zweite Erweiterung des Zahlenbereichs: die rationalen Zahlen | (ca. 16 Std.) | |
Beispiele aus der Erfahrung der Schüler und die eingeschränkte Ausführbarkeit der Subtraktion im schon bekannten Zahlenbereich sind Gründe für die Einführung der negativen Zahlen. Anknüpfend an das bisherige Rechnen, werden die vier Grundrechenarten in der Menge der rationalen Zahlen festgelegt. Die Schüler sollen die sich dabei ergebenden Regeln und Gesetze einsehen und sie sicher anwenden lernen. | |||
| - | negative Zahlen; |
Zahlengerade; | |
| - | die vier Grundrechenarten mit rationalen Zahlen |
Rechengesetze | |
2 Einführung des Termbegriffs; Arbeiten mit Termen | (ca. 22 Std.) | ||
Für eine prägnante Beschreibung von Sachverhalten und Zusammenhängen sind Terme ein wesentliches mathematisches Hilfsmittel. Die Schüler sollen Terme aufstellen, interpretieren und sicher mit ihnen umgehen lernen. Termumformungen und das Rechnen mit Termen werden in der Algebra immer wieder benötigt und helfen z. B., die Auswertung von Termen zu vereinfachen. | |||
| - | Termbegriff; |
Variable; | |
| - | Umformen von Termen; |
Äquivalenz von Termen; | |
| - | die binomischen Formeln |
Anwendung beim Faktorisieren | |
3 Lineare Gleichungen und Ungleichungen | (ca. 18 Std.) | ||
Mit Hilfe von Äquivalenzumformungen können Gleichungen und Ungleichungen jetzt systematisch gelöst werden. Die Schüler sollen darin Sicherheit gewinnen und sich eine Grundlage für effektives Arbeiten im Mathematikunterricht der Mittel- und Oberstufe erwerben. Die Bearbeitung von Sachaufgaben bereitet die Anwendung der Mathematik in natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern vor. | |||
| - | Lösen linearer Gleichungen mit einer
Unbekannten |
Äquivalenz von Gleichungen | |
| - | Lösen linearer Ungleichungen mit einer
Unbekannten |
Äquivalenz von Ungleichungen | |
| - | Textaufgaben |
Umsetzen von Texten in Gleichungen bzw. Ungleichungen, insbesondere bei Sachaufgaben; | |
Geometrie | (ca. 56 Std.) | ||
1 Grundbegriffe der ebenen Geometrie; geometrisches Zeichnen | (ca. 8 Std.) | ||
Mit einer Wiederholung, Zusammenfassung und Festigung bisheriger geometrischer Erfahrungen und Kenntnisse sollen die Schüler eine tragfähige Basis für den folgenden Geometrieunterricht erwerben. Dazu gehören Sorgfalt, Geschick und Ökonomie beim Zeichnen und auch wachsendes Verständnis für geometrische Fragestellungen und Denkweisen. In diesem Zusammenhang sollen auch historische Beispiele angesprochen werden. | |||
| - | Umgang mit Lineal, Geodreieck und Zirkel | Geschick beim Zeichnen und Messen wird angestrebt. | |
| - | Grundfiguren: |
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| - | Länge; Winkelmaß |
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| - | Lagebeziehungen |
parallel, senkrecht | |
| - | Koordinatensystem |
auch negative Koordinaten | |
| - | Grundkonstruktionen: |
Konstruieren mit Zirkel und Lineal | |
2 Winkel an Geradenkreuzungen; Winkel bei Dreiecken und Vierecken | (ca. 10 Std.) | ||
Bei der Betrachtung von Winkeln an einfachen Figuren sollen die Schüler mit einschlägigen Bezeichnungen, Axiomen und Sätzen vertraut werden. Vorrangiges Ziel des Unterrichts ist es, die Freude am Entdecken geometrischer Eigenschaften zu fördern und zu sachgerechtem Beschreiben und Begründen von Zusammenhängen hinzuführen ( | |||
| - | Winkel an zwei sich schneidenden Geraden |
Nebenwinkel, Scheitelwinkel | |
| - | Winkel an Doppelkreuzungen von Geraden |
Stufenwinkel, Wechselwinkel, Nachbarwinkel; | |
| - | Winkel bei Dreiecken und Vierecken |
Innenwinkel, Außenwinkel; | |
Es ist möglich, die Winkelsätze an parallelen Geraden auf das Winkelsummenaxiom im Dreieck zu gründen oder vom Parallelenaxiom ausgehend zu den Winkelsätzen im Dreieck zu gelangen. | |||
3 Symmetrie und Kongruenz von Figuren | (ca. 18 Std.) | ||
Interessante, häufig beobachtbare Besonderheiten von Figuren sind Achsensymmetrie und Punktsymmetrie. Ihre Untersuchung führt auf Achsenspiegelungen und Punktspiegelungen, und die Schüler erfahren dabei das fruchtbare Ineinandergreifen von Figurengeometrie und Abbildungsgeometrie. Die Betrachtung von Drehungen und Verschiebungen vertieft diese Einsicht und führt zum Begriff der Kongruenz von Figuren. Beim Zeichnen und Konstruieren, beim Entdecken, Beschreiben und Begründen geometrischer Zusammenhänge sollen die Schüler Einfallsreichtum und geistige Wendigkeit entwickeln. | |||
| - | Achsensymmetrie; |
Symmetrieachse; | |
Achsenspiegelungen |
die Abbildung Achsenspiegelung und ihre Eigenschaften, insbesondere Geradentreue, Längen- und Winkeltreue; | ||
| - | Punktsymmetrie; |
Symmetriezentrum; | |
Punktspiegelungen |
die Abbildung Punktspiegelung und ihre Eigenschaften; | ||
| - | Drehungen |
Drehpunkt, Drehwinkel; | |
| - | Verschiebungen |
Verschiebungspfeile, auch in Koordinatendarstellung; | |
| - | Kongruenz, Kongruenzabbildungen |
kongruente Figuren; | |
Im Sinne einer Betonung der Figurengeometrie werden Punktspiegelungen, Drehungen und Verschiebungen durch ihre Abbildungsvorschriften definiert. Sie können aber auch als Zweifachspiegelungen eingeführt werden. | |||
4 Dreiecke: Transversalen, besondere Dreiecke, Konstruktionen | (ca. 20 Std.) | ||
Die systematische Behandlung des Dreiecks, einer grundlegenden geometrischen Figur, soll in übersichtlicher Weise wichtiges Wissen vermitteln und den Schülern die Leistungsfähigkeit der bisher erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten einsichtig machen. Die Untersuchung der Transversalen und die Betrachtung besonderer Dreiecke bieten gute Gelegenheit, Verständnis für die Notwendigkeit des Beweisens zu wecken und erste einfache Beweisschritte durchzuführen ( | |||
| - | Transversalen im Dreieck |
Mittelsenkrechte, Winkelhalbierende, Höhen, Seitenhalbierende; | |
| - | gleichschenkliges Dreieck |
Schenkel, Spitze, Basis, Basiswinkel; | |
| - | rechtwinkliges Dreieck |
Kathete, Hypotenuse; | |
| - | Dreieckskonstruktionen |
Grundkonstruktionen; | |
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