FÜHRUNGSWECHSEL BEIM NACHSCHUBBATAILLON 102
"Teilaktiv" ist das Bataillon deshalb, weil von den sieben Kompanien
nur drei im aktiven Wehrdienst stehen. Sie sind stationiert in Wildflecken,
Ebern und Ellwangen. Die anderen vier setzen sich aus Reservisten zusammen, die
im Bedarfsfalle rasch rekrutiert werden können.
Auch die Bataillonsführung besteht an der Spitze aus Reserveoffizieren. Der
Organisationsstab mit Oberleutnant Roland Stengl ist in Veitshöchheim
stationiert. Bataillonskommandeur Kiewert ist in der Nähe von Karlsruhe zu
Hause und im zivilen Leben Diplom-Finanzwirt (FH), sein Vorgänger lebt als
Diplom-Mathematiker in Münster.
Der Kommandeur
des übergeordneten Logistikregiments 10, Oberst Karl-Jürgen Klein, übergab im
Rahmen
eines Appells das Kommando. Der Kommandowechsel erfolgte im
Anschluss an den sechs monatigen Einsatz im
Kosovo und in Mazedonien. Wohlbehalten seien alle Angehörigen
des Logistikregiments vom Balkan zurückgekehrt, erklärte Klein.
Es gab aber auch noch einen weiteren Grund zum Feiern: Die
Patenschaft des Nachschubbataillons 102 mit dem Scottish Transport Regiment
Royal Logistic Corps wurde besiegelt durch den Austausch der entsprechenden
Urkunden. In die Wege geleitet wurden die Beziehungen zu der in Schottland
stationierten Militäreinheit durch Oberst Kohout 1995/96. Er kommandierte das
Bataillon als Vorgänger von Oberst d. R. Neumann.

Feierlicher Appell beim Nachschubbataillon 102
Oberstleutnant Kohout gab das Kommando ab
VEITSHÖCHHEIM (BW)
Im Rahmen eines feierlichen Appells wurde das Kommando über das teilaktive Nachschubbataillon 102 in der Veitshöchheimer Balthasa~Neumann-Kaserne übergeben. Vor der Paradeaufstellung, bestehend aus den Abordnungen der aktiven und Teilen der nichtaktiven Kompanien des Batailions sowie dem Heeresmusikkorps 12, vollzog der Kommandeur des Logistikregiments 10, Oberst Karl-Jürgen Klein, den Kommandowechsel.
Oberst Klein hat die Truppenfahne von OTL Kohout übernommen. Links OTL Neumann.
Zu Beginn des Appells zeichnete der bisherige
Kommandeur, Oberstleutnant der Reserve Gerhard Kohout, seinen
Stellvertreter, Obersfleutnant Robert Pelzl, mit der Ehrennadel
des Bataillons aus. Ferner wurde der Feldwebel der Reserve Thomas
Schneider zum Oberfeldwebel befördert
Oberstleutnant Kohout, im Zivilberuf Grundschullehrer, skizzierte
in seiner letzten Ansprache vor dem Bataillon die vergangenen
vier Jahre seit Aufstellung im Jahre 1993. Mehr als 600
Reservisten, mehrheitlich in der erweiterten Region Main-Franken
beheimatet, besetzen die Stellen für Reservisten.
Als Höhepunkt in der jungen Geschichte des Bataillons
bezeichnete Kohout einen Truppenbesuch bei einem schottischen
Transportregiment im vergangenen Jahr. 30 Reservisten des
Verbandes nahmen hierbei an einer gemeinsamen Übung mit den
Schotten teil. Diese Verbindung wird im nächsten Jahr mit der
offiziellen Übernahme der Patenschaft über die schottische
Einheit weiter gefestigt.
Der Kommandeur des Logistikregiments 10, Oberst Klein, würdigte
in seiner Ansprache den scheidenden Kommandeur als einen
engagierten Reserveoffizier, der neben seiner kommunalpolitischen
Tätigkeit als Fraktionsvorsitzender im Wertheimer Stadtrat
seinem zweiten Hobby, der Bundeswehr, viel Zeit und persönlichen
Einsatz widmet.
Oberst Klein zeichnete Kohout für diese Leistungen mit dem
Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold aus. Der verdiente
Reserveofflzier wird in einer neuen Verwendung als
stellvertretender Regimentskommandeur im Logistikregiment 10
fungieren.
Neuer Kommandeur des Nachschubbataillons 102 wurde Oberstleutnant
der Reserve, Fridolin Neumann, im Zivilberuf Diplom-Mathematiker
und Vorsitzender eines Sparkassen-Rechenzentrurns. Dem Appell
schloß sich ein Empfang für Angehörige des Bataillons und
geladene Gäste an.
(MainPost 17.10.97)