Geschichte des Nachschubbataillons 102

 

Historische Wurzeln der Nachschubtruppe

Die historischen Wurzeln der Nachschubtruppe liegen im "Troß und Train".

"Friedrich der Große" sagte bereits im Jahre 1775 :

"Man beschränke sich nicht nur auf die Anschaffung des benötigten

Gutes, sondern sinne sich im voraus auf Mittel und Wege ihres Transportes.

Denn wenn der Nachschub fehlt, kann man auch mit der tüchtigsten

Armee nichts anfangen."

 

Die eigentliche Geburtsstunde der Nachschubtruppe ist der April 1853, als jedes preußisches Armeekorps einen Trainstamm erhielt. Der Grundstein für die Nachschubtruppe der Bundeswehr wurde am 04. Juli 1956 mit der Aufstellung der Quartiermeistertruppenschule in Andernach gelegt.

37 Jahre nach Gründung der Truppenschule, sowie nach einigen Umgliederungen der Nachschubtruppenteile, wurde im Zuge der Heeresstruktur 5 das

Nachschubbataillon 102

gemäß dem Organisationsbefehl ( na TrT ) Nr. 516/93 ( H ) aufgestellt.

Am 15. März 1993 wurde der Organisationsbefehl (na TrT) Nr. 516/93 (H) erlassen. Ihm ging der Vorbefehl für die Org-Maßnahmen (na TrT) 1993 vom BMVg -Fü H IV 3 - Az 10-30-20 - vom 31.03.1992 voraus.

Der erste aktive Soldat des Bataillons war Oberleutnant Ludwig Bachmann.

Dazu kamen kurz danach der S1/S3Fw, Stabsfeldwebel Schilling und der MobGerFw, Stabsfeldwebel Hammer.

Gemäß dem Befehl bestand das Bataillon aus 6 Kompanien: 4 als Geräteeinheiten und 2 voll aufgestellte Kompanien. (im Frieden dem NschBtl 12 unterstellt)

Standort der nichtaktiven Teile des Bataillons wurde die Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim. Die beiden aufgestellten Kompanien waren in Ellwangen und in Ebern stationiert.

Erster Kommandeur des Bataillons wurde OTL d. R Gerhard Kohout.

Als Verbandsabzeichen wurde eine Kombination aus:

- dem fränkischen Rechen, da der Hauptteil des Bataillons in Franken stationiert ist

- den silbernen Hermesstab auf blauem Grund, dem Zeichen der Nachschubtruppe,

- der Sturmfahne der Stadt Würzburg, als Zeichen der Verbundenheit zur Mainfrankenmetropole

- dem eisernen Kreuz, dem Symbol der Reservisten, auf gelben Grund, um die Zugehörigkeit zur in Baden- Württemberg befindlichen 10 Division zu demonstrieren.

gewählt.

An das Verbandsabzeichen ist auch die Ehrennadel des Bataillons angelehnt, die an Personen verliehen wird, die sich besonders um das Nachschubbataillon verdient gemacht haben. Die Träger der Ehrennadel und des Ehrenkreuzes der Bundeswehr sind auf der Ehrentafel zu finden.

Das Bataillon hat folgenden Auftrag:

Das Nachschubbataillon GerEinh versorgt nach Mobilmachung im Rahmen der operativen Logistik die Divisionstruppen einer Division mit NVG/EVG/AT, Feldpost und Marketenderwaren und schlägt Versorgungsgüter und Großgerät um.

Am 08.Oktober 1996 wurde der Organisationsbefehl Nr. 2448/96 (H) erlassen. In diesem wurde die Umgliederung des Nachschubbataillons 102 angeordnet.

Zu den ursprünglichen 6 Kompanien kam eine weitere Kompanie hinzu, so daß das Bataillon derzeit 7 Kompanien hat.

In der sogenannten F-Gliederung untersteht das NschBtl 102 dem NschBtl 12 in jeglicher Hinsicht.

Neu ist die 5. Kompanie, die derzeit in Wildflecken in voller V-Stärke aufgestellt wurde. Diese ist wie die 3. Kompanie eine KRK - Kompanie. Große Teile der 5. Kompanie waren sowohl im Rahmen von IFOR als auch beim Odereinsatz dabei.

Das Bataillon wächst somit von einer bisherigen Stärke von 818 Soldaten auf 1059 Soldaten an.

Die 4. Kp erhielt den Reservistenanteil der 3. Kompanie aus Ebern. Aus der bisherigen 5. wurde die 6. Kompanie und aus bisherigen 6. die 7. Kompanie.

Es fanden bereits verschiedene Wochenend- und Truppenwehrübungen Form 1 und Form 2 statt und als Höhepunkt in der erst kurzen Geschichte des Bataillons eine Übung in Schottland mit dem Royal Logistic Corps. Diese Übung bildete auch die Grundlage für eine Patenschaft zwischen den beiden Verbänden

Am 6. Oktober 1997 fand der erste Kommandowechsel des Bataillons statt. Im Rahmen eines feierlichen Appells ging das Kommando von OTL Kohout auf OTL Neumann über.

Am 15. Dezember 2000 fand der zweite Kommandowechsel des Bataillons statt. Wiederum im Rahmen eines feierlichen Appells ging das Kommando von Oberst Neumann auf OTL Kiewert über.

 

Im Battaillonsalltag gibt es auch einen regelmäßigen "Stammtisch" jeweils am letzten Freitag im Quartal, bei dem Angehörige des Nachschubbatallions 102 zum Informationsaustausch zusammenkommen.

 

(wird fortgesetzt...)

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