:.. Beichte - mal anders




















 

Alle Früh- u. Spätschichten:

Lebensreise (Schöne Ferien)

Beichte, mal anders

Gemeinschaft

 

Begrüßung

Lied

Einstieg:
Wir haben im Moment Fastenzeit, was vielleicht nicht weiter auffällt, da sich diese Zeit kaum von der übrigen Zeit im Jahr unterscheidet. Man bemerkt vielleicht den Aschermittwoch, da dann der Fasching vorbei ist, vielleicht auch noch die Karwoche mit dem Gründonnerstag und dem Karfreitag, weil dies Feiertage sind und deswegen besondere Gottesdienste stattfinden.

Eigentlich ist die Fastenzeit eine Zeit der Vorbereitung auf Ostern. Es ist eine Zeit, in der man in sich gehen kann, um darüber nachzudenken, was im Leben gut, bzw. nicht so gut läuft.

Eine Möglichkeit, sich über sein Leben Gedanken zu machen, ist die Beichte. Die meisten von euch waren sicherlich im Rahmen der Kommunionvorbereitung in einem Beichtgespräch, einige gehen vielleicht auch jetzt noch regelmäßig, aber vielen fällt es doch schwer, seine Fehler und Schwächen einer mehr oder weniger fremden Person anzuvertrauen, obwohl so ein Beichtgespräch sehr befreiend wirken kann.

Oft ist man sich nicht bewusst, dass man Fehler begeht, da man meist nicht weiter darüber nachdenkt, wie man täglich mit sich, Seinen Eltern, Geschwistern, Mitschülern und den Menschen, mit denen man zusammenkommt umgeht. Viele Verhaltensweisen sind auch einfach zur Gewohnheit geworden und so kommt man selten auf die Idee, daran irgendetwas zu ändern.

Oft muss man erst von anderen darauf hingewiesen werden, dass man etwas falsch gemacht hat, damit man den Fehler überhaupt erst bemerkt. Aus diesem Grund ist es ganz sinnvoll und hilfreich, ab und zu mal über sein Verhalten nachzudenken.

Aktion:
Du hast jetzt die Möglichkeit, darüber nachzudenken, was in deinem Leben gut und was schlecht läuft und kannst dir überlegen, was du versuchen willst zu ändern, was du besser machen möchtest aber auch, wo deine Vorteile und deine guten Seiten sind.

Zur Aktion werden Zettel verteilt, auf die jede/r Person schreiben kann, was sie/er an sich ändern möchte.
Dazu wird der folgende Beichtspiegel langsam vorgelesen, dazu evtl. leise Medimusik.

Meine Beziehung zu Gott

  • nehme ich mir Zeit zum Gebet?

  • Bete ich nur, wenn ich in Not bin?

  • Zweifle ich gleich an Gott, wenn ich nicht mehr weiter weiß?

  • Was bedeutet das Kreuz für mich?

  • Einige von uns tragen ein Kreuz als Anhänger. Ist es für mich nur ein Schmuckstück oder ist es für mich ein Zeichen meines Glaubens?

  • Fluche ich gedankenlos bei jeder Gelegenheit?

  • Bin ich mir bewußt, daß ich dabei Gott oder einen Mitmenschen beleidige?

  • Gehe ich am Sonntag in die Kirche?

 

Meine Beziehung zu meinen Mitmenschen

  • Habe ich Abneigung oder Hass gegenüber bestimmten Menschen?

  • Lasse ich mich je nach Stimmung und Laune gehen?

  • Bin ich in der Schule oder Zuhause unfreundlich und ungenießbar?

  • Versuche ich andere bloßzustellen oder zu blamieren?

  • Kümmere ich mich darum, dass es nicht nur mir, sondern auch anderen gutgeht?

  • Bin ich bereit zu helfen, wenn mich jemand braucht?

  • Mache ich anderen ab und zu eine kleine Freude?

  • Bin ich nach einem Streit zur Versöhnung bereit?

  • Drücke ich mich vor unangenehmen Arbeiten und überlasse ich sie anderen?

  • Bin ich bereit, auch einmal nachzugeben und auf die Argumente der anderen ohne Vorurteile zu hören?

  • Tue ich, was ich will, ohne Rücksicht auf meine Eltern, meine Mitmenschen in der Schule oder am Arbeitsplatz?

  • Behandle ich einen Mitmenschen so, wie auch ich behandelt werden möchte?

  • Achte ich auch auf die Rechte der anderen?

  • Nutze ich die Hilflosigkeit der anderen aus?

  • Habe ich oft den Anlass für Streitereien und Ärger gegeben?

  • Mache ich mir selber Gedanken, welche Filme ich anschaue; welche Bücher und Zeitschriften ich lese, oder tue ich das, was meine Freunde auch tun?

  • Habe ich Freunde nur dazu, um mir dadurch möglichst viele Vorteile zu schaffen, oder geht es mir um wirkliche Freundschaft?

  • Erzähle ich Witze, die andere Menschen durch den Schmutz ziehen?

 

Meine Beziehung zu mir selbst

  • Mache ich mir öfter Gedanken über den Sinn des Lebens, oder weiche ich schwierigen Fragen aus?

  • Bin ich wegen jeder Kleinigkeit beleidigt und eingeschnappt?

  • Bin ich ein Angeber?

  • Habe ich mir schon Gedanken über echte Freundschaft gemacht?

  • War ich unehrlich?

  • Habe ich gestohlen? Im Betrieb, in der Schule, in einem Geschäft, Zuhause?

  • Bin ich mit meinem Geld verantwortungsbewußt umgegangen?

  • Schaue ich nur auf meinen Vorteil?

  • Schädige ich meine Gesundheit durch übermäßigen Alkohol- und Nikotingenuss?

  • Beschädige ich das Eigentum anderer leichtsinnig?

  • Lüge ich?

Zum Abschluss:
Welches ist der Fehler, an dem ich persönlich am meisten leide?
(Beichtspiegel von der Pfarrjugend Hl. Geist/Mühlenried mit ihrem Pfarrer Anton Keller)

Lied

Bibelstelle Joh. 8,1-11
Hinführung: Wir müssen versuchen, anderen zu verzeihen, damit auch uns von anderen und von Gott verziehen wird. In der folgenden Geschichte aus der Bibel verzeiht Jesu der Ehebrecherin.

Lied

Zettelverbrennung
Alle gehen alle ins Atrium, wo dann die Zettel mit den Fehlern und Verfehlungen verbrannt werden
Dazu wird ein Text vorgelesen (Schallmauer 224)

Friedensgruß
Um unseren Willen zu bekunden, anderen ihre Fehler zu verzeihen und selbst zu versuchen, weniger Fehler zu machen, wollen wir nun einander die Hand zum Friedensgruß reichen.

 

01. Mai 2000Keywort Counter