Die Leiterrunde ist Pate

:.. Hilfe zur Selbsthilfe























 

Die Leiterrunde der Pfarrjugend hat über die Organisation „Kindernothilfe“ eine Patenschaft übernommen. Unser Patenkind Simo ist elf Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Swasiland.

Das Königreich Swasiland ist umgeben von der Republik Südafrika und Mosambik. Von 1902 bis 1968 stand Swasiland unter britischem Protektorat und ist seit 1968 unabhängiges Mitglied des Commonwealth. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, ist jedoch aufgrund von Trockenzeiten immer wieder auf Nahrungsmittelhilfe aus dem Ausland angewiesen.
Außerdem hält Swasiland den traurigen Rekord der weltweit höchsten HIV-Infektionsrate. Fast jeder zweite Swasi zwischen 15 und 49 Jahren ist infiziert und die Zahl der Aidsweisen wird von jetzt 50 000 auf schätzungsweise 120 000 im Jahr 2010 steigen. Das bedeutet, das jedes zweite Kind ohne Eltern aufwachsen wird.

 

Steigende Zahl von Aidswaisen

 

Die Kindernothilfe unterstützt bereits seit mehreren Jahren Projekte in Swasiland (Förderung von Ausbildungszentren, Kindertagesstätten für behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche sowie Gemeinwesensprojekte zur Hilfe durch Selbsthilfe). Simo wird im Rahmen eines solchen Gemeinwesensprojektes gefördert. Dieses Projekt unterstützt nicht alleine Simo, sondern auch sein Lebensumfeld, also seine Familie und die Dorfgemeinschaft. Viele Kinder in Swasiland haben nicht einmal die Möglichkeit, die Grundschule abzuschließen. Der Weg in die Schule ist oft sehr weit und die Eltern können sich die Ausgaben für den Schulbesuch (Transport, Schuluniform, Bücher, Hefte, Stifte,…) kaum leisten. Simos Familie ist sehr arm. Die Eltern haben Probleme, für ausreichend Nahrung und weitere Bedürfnisse der Kinder zu sorgen. Nur die Kinder in den niedrigen Klassen-stufen besuchen den Unterricht. Die Älteren, die in die Oberstufe gehen sollten, haben die Ausbildung abgebrochen, da sie keine Unterstützung erhalten und sie durch Arbeit zum Einkommen der Familie beitragen müssen.

 

Verbesserung der Lebensbedingungen

 

Ziel des Projektes der Kindernothilfe ist die Stärkung der Selbsthilfe und Eigeninitiative vor Ort. In etwa fünf bis acht Jahren sollen sich die Lebensbedingungen im Gemeinwesen so verbessert haben, dass die Familien selbst für ihre Kinder sorgen können. Wichtig ist dabei nicht nur, dass die Ernährung der Menschen langfristig gesichert ist, sondern auch, dass die Ausbreitung von HIV/Aids verlangsamt wird und den betroffenen Menschen Hilfe zuteil wird.

 

B. Göbel

 

27.11.06 | 06.04.08Keywort Counter