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An einem schönen Freitagnachmittag versammelten sich die aufgeregten und zugleich glücklichen Kinder und Leiter am SVH-Parkplatz. Das Gepäck wurde in einen Doppeldeckerbus (!) eingeladen und ab ging’s nach Deining zu unserem diesjährigen Zeltlager. Nach einer mehrstündigen Fahrt kamen wir am Zeltplatz an. Die Zelte waren schon aufgebaut (was für ein Service!), da es am Tag vor unserer Ankunft geregnet hatte, und unsere Leiter es nicht riskieren wollten, dass wir bei Regen unsere Zelte aufbauen hätten müssen.
Nach einem ereignisreichen Abendessen und einer noch spannenderen Nacht wurden wir am nächsten Morgen zunächst für das Frühstück, aber eigentlich für die darauf folgenden Spiele, geweckt.
Das erste Spiel des heutigen Tages war das Stationsspiel, bei dem die Kinder in Indianer-Gruppen aufgeteilt wurden und von Station zu Station geschickt wurden. Nachdem die
»kleinen Indianer« sich beim Schießen mit Pfeil und Bogen und dem Beobachten wilder Tiere in freier Wildbahn vollkommen verausgabt hatten, gab’s erst mal ein deftiges Mittagessen. Anschließend ging es ohne Pause gleich weiter mit der nächsten Aktion, den Workshops. Hier konnten sich die Kinder aussuchen, was sie den Rest des Tages machen wollten, ihrer Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, denn es gab von Indianerschmuck basteln über das Bauen von Pfeil und Bogen bishin zum lernen verschiedener Massagetechniken wirklich alles, was ein kleines Kinderherz zum Pochen bringt! Als der Tag sich langsam dem Ende neigte, wurde uns verkündet, dass heute Abend das Nachtspiel stattfinden würde, was uns alle sehr erfreute. Um ca. 22 Uhr stiefelten schließlich Massen von Kindern aus ihren Zelten und versammelten sich um den Fahnenmast. Dort wurden wir wieder in Gruppen eingeteilt, um verschiedene Stationen zu bewältigen, um am Ende einen Schatz zu finden. Nach ein paar anstrengenden Stunden voller Spiel und Spaß war es auch schon vorbei und wir wollten alle nur noch in unsere warmen Schlafsäcke kriechen, doch daraus wurde nichts, da gleich darauf ein rasanter Überfall startete. Nachdem wir eine kleine Feuerwerks-Einlage bestaunen durften, fingen wir doch recht rasch die Überfäller und konnten dann endlich in unsere ersehnten Betten.
Da der nächste Tag der lang ersehnte Tag des Herren war, durften wir so lange schlafen wie wir wollten! Wer jedoch trotzdem früh aufstand, wurde mit leckerem Rührei belohnt!
Nachdem sich alle zum Aufstehen überwunden hatten, spielten wir das Spiel mit dem Namen
»Lagerolympiade«, bei dem wir Erfahrung fürs Leben gesammelt haben. Als erstes mussten wir nämlich ein Ei mit Hilfe von naturgegebenen Hilfsmitteln so verpacken, dass es nicht zu Bruch geht. Die nächste Aufgabe war, ein Gruppenmitglied als Indianer und ein anderes als Cowboy zu verkleiden, diese dann in die gegnerischen Lager zu schicken um dort Eindruck zu erwecken. Nachdem dies gelungen war, mussten die einzelnen Gruppen, so schnell es ihnen möglich war, eine Schnur mit Hilfe eines Streichholzes, einer Zeitung und Naturalien durchbrennen. Als dies jede Gruppe mehr oder weniger schnell gemeistert hatte, stand die letzte Aufgabe an, bei der jede Gruppe eine Abenteuergeschichte schreiben musste.
Am Montag Morgen brachen wir in Richtung Schwimmbad auf. Nach einer sehr lustigen Wanderung und einer kurzen Zugfahrt erreichten wir schließlich das Schwimmbad in Neumarkt. Trotz des Regens hatten alle sehr viel Spaß. Später trennten wir uns, die Älteren brachen zur Zweitages-Wanderung auf, die dieses Jahr aus einem sehr amüsanten Aufenthalt in Nürnberg und einer Übernachtung auf einem Waldweg bestand. Die Jüngeren wanderten direkt zurück zum Zeltplatz.
Dienstag in aller Frühe bestritten die »kleineren« ein »Actionspiel« (worum es ging, weiß ich leider nicht, da ich nicht da war). Zur Mittagszeit trafen dann auch die älteren wieder auf dem Zeltplatz ein. Nach einer Kräftigung in Form eines Mittagessens stand das nächste Spiel auf dem Plan, das Geländespiel. Es wurden im Wald verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die
»Kinderchen«, verschiedenste Aufgaben vollbringen mussten, um möglichst viele Goldnuggets, die aussahen wie Weinkorken, zu sammeln. Doch waren sie dabei auch in Gefahr. Ultrafiese Räuber lagen auf der Lauer, um Opfer zu finden und diese auszurauben. Deshalb rannten oft Kinder wie von einem Geschwader Raben verfolgt durch den Wald, um sie abzuhängen. Nach Beendigung des Spiels gab es Abendessen und die Sieger wurden verkündet.
Am Mittwoch wurden mit Hilfe aller möglichen Wildwest-Heraus-forderungen Mrs. Cowgirl und Mr. Cowboy ermittelt.
Am Donnerstag ging es nach ausführlichem Zelte-Putzen zurück nach Hause.
R. Frison
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