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Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, ein Zweig gib du mir von der.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:
Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.
Dieses Gedicht hat vielleicht der eine oder andere
in der Schule auswendig lernen müssen.
Der Namenstag der Heiligen Barbara ist der 4.
Dezember.
Wenn man an diesem Tag einen Kirschzweig (oder den
Zweig eines anderen Frühjahrsblühers) in eine Vase mit warmen
Wasser stellt, dann blüht dieser Zweig mit etwas Glück am
Weihnachtstag auf.

Diesen Brauch gibt es schon seit dem 15.
Jahrhundert.
Dass gerade am Barbaratag dieser Zweigbrauch zum Einsatz kommt, wird auf eine Legende zurückgeführt. Auf dem Weg zum Gefängnis soll Barbara mit ihrem Kleid in einem Kirschzweig hängen geblieben sein. Daraufhin nahm sie den Zweig mit und stellte ihn ins Wasser. Mit ihrer Verurteilung zum Tode soll der Zweig erblüht sein.
Wahrscheinlich ist es jedoch, dass der Barbaratag
genau den richtigen Abstand zu Weihnachten hat, damit die Zweige
dann auch pünktlich blühen.
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