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Schwierige Zeiten – ein Testdiktat zur Rechtschreibreform
- Irgendjemand – irgendein 32-Jähriger – wollte gestern Abend in die Vollen gehen, d.h. Rad fahren und danach Eis laufen. Er
konnte aber nicht da sein, weil er krankgeschrieben war und so den Kürzeren zog.
- Des Weiteren kann es im Übrigen bei Jung und Alt potenziell durcheinander gehen. Sind die Zeiten rau, so soll man mit sich
ins Reine kommen, stehen bleiben und sein Ass platzieren, Freundschaft groß schreiben und so viel wie möglich beim Alten
lassen.
- Wird es zu viel, dann hat man Recht und es ist rechtens, sich nicht Bange machen zu lassen, um substanziell nicht Pleite zu
gehen; das gilt für jeden Einzelnen als Erstes.
- Schon bei jedem nummerierten Vierten ist es so weit: Am Freitagabend liegt die Stimmung im Argen und kann noch abwärts
gehen, bis es wehtut.
Die Sache ist die: Natürlich hat die Reform der deutschen Orthographie ihre Tücken und Ungereimtheiten. Natürlich ist der
obige Text zusammenkonstruiert.
Bloß sollten sich die Liebhaber der alten Rechtschreibung vor Augen halten: Nach der neuen Schreibweise sind die vier
Abschnitte des Diktats fehlerlos. Nach den alten Regeln wären allerdings 39 Fehler anzustreichen. Und gerade mal acht
davon zeigt das überkommene Korrekturprogramm von Word 97 an.
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