In diesen Tagen hat die Arbeitsgruppe Homepage des Mozart- und Schönborn-Gymnasiums viel zu tun.
Auch nach 13 Uhr ist manche Sonderschicht fällig.
Im Auftrag der Universität München, LMU-Abteilung Phonetik, erfassen sie via Headset und Computer Sprachaufnahmen von Gymnasiasten zwischen 13 und 18 Jahren.
Die Teilnehmer müssen jeweils 30 Minuten lang eine bunte Folge von Zahlen, Buchstaben und Sätzen nachsprechen.
Das Ganze wird auf eine große Deutschland-Datei übertragen, die von Greifwald bis Mittenwald, von Flensburg bis Passau reicht.
Man geht im wahrsten Sinne "bis an die Grenzen."
Zweck dieses Projekts Ph@ttSessionz ist der Aufbau einer Datenbank regional gefärbter Jugendsprache.
Dass der Teufel oft im Detail steckt, ist gerade bei Sprachsoftware einleuchtend.
Man denke nur daran wie unterschiedlich in Bayern "zwei" ausgesprochen wird "zwo, zwee, zwa, zwoa". Die Aufnahmen sind sozusagen Grundlagenforschung für die Industrie, die daraus wiederum in den nächsten Jahren sprachverarbeitende Technologien entwickelt, also Vorlesegeräte für Blinde, Computer, die aufs Wort gehorchen, Navigationsgeräte mit Spracheingabe, mp3-Player etc...
Natürlich wird der Datenschutz beachtet, alle Aufnahmen sind anonym.
Neben dem guten Gefühl an einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt mitzuwirken haben die Würzburger Schüler
übrigens die einzige teilnehmende Gruppe aus Unterfranken - auch einen schönen finanziellen Anreiz: Die Homepage-Gruppe erhält einen Zuschuss für ihre Arbeit.