Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr verehrte Eltern unserer Schüler, verehrte Mitglieder des Fördervereins,
die Abiturfeier 2004 in der Mensa der Universität Würzburg am Hubland war eine würdige, eine sehr schöne und heitere Veranstaltung. Alle 156 Prüflinge haben die Abiturprüfung bestanden und dieses glückliche Gefühl strahlte wohl durch den gesamten Abend und trug sehr zu einer angenehmen Atmosphäre bei.
Vergleicht man die Anzahl der Prüflinge mit der Anzahl der Anmeldungen zu den 5. Klassen des kommenden Schuljahres - es werden zwei schöne kleine Klassen - dann muss der Unterschied doch sehr nachdenklich stimmen. Das Vertrauen der Eltern in Bezug auf das Weiterleben der Schule ist doch gewaltig gestört. Die Erklärung der Verantwortlichen der Stadt Würzburg, dass jeder Schüler, der hier angemeldet wird, hier auch den Abschluss machen kann, reicht nicht aus. Sie wirkt eher katastrophal, wenn zugleich erklärt wird, dass neue - junge - Lehrkräfte nicht eingestellt werden. Eine Stadt für Kinder! Schöne Worte, die Taten fehlen.
Wenn eine Großstadt wie Würzburg darauf verzichten will, künftig ein städtisches Gymnasium zu führen, dann bitte nicht so! Bei einer Verstaatlichung der Schule übernimmt ja der Staat auch die künftigen Personalkosten; das Austrocknen einer Schule, wie es jetzt geschieht, darf man Schülern und Eltern nicht antun. Die jungen Menschen haben einen Anspruch auf angemessene Bildung und Ausbildung, weil sie ja auch unsere Zukunft sind - wie Politiker auf allen Ebenen stets gerne erklären.
Der Förderverein kann diese Probleme ansprechen und anprangern, aber er kann sie nicht lösen. Mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, können wir punktuell für die finanzielle Entlastung von Schülern einstehen - und das wollen wir so auch weiter führen. Es bleibt zu hoffen, dass die Zahl unserer Mitglieder wieder steigt und immer wieder ein Spenderherz hilft, das Konto 510578 bei der Sparkasse Mainfranken aufzufüllen. Die neue Satzung ist ja genehmigt und eingetragen und jede größere Spende kann für steuerliche Zwecke bestätigt werden.
Nun stehen am Ende eines Schuljahres immer die Prüflingen des Jahrganges im Vordergrund: So möchte ich es nicht versäumen den Absolventinnen und Absolventen der gesamten Schule im Namen des Fördervereins zur bestandenen Prüfung zu gratulieren und allen wünschen, dass nun der nächste Lern- und Lebensweg den eigenen Vorstellungen gemäß gestaltet werden kann. Freundliche Grüße,