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Das Fehlen einer gesetzlichen Landesvertretung ist für die Schülervertreter in Bayern seit Jahrzehnten ein Grund für Proteste gewesen, werden doch die Rahmenbedingungen der Schule auf Landesebene geschaffen. Um hier mit einer Stimme sprechen zu können, fanden sich die Bezirksschülersprecher 1973 zum "Zusammenschluss der Bezirksschülersprecher auf Landesebene (ZBL)" zusammen, 1975 in "Landesschülervertretung" umbenannt. Diese Initiative konnte sich aber nur bis Ende der 70er Jahre halten. Nach dem Intermezzo der Bayerischen Schülerinitiative 1980/81 im Zuge der Proteste gegen die Absenzenregelung starteten die Bezis 1983 einen neuen Versuch und gründeten den Verein "Landesschülervertretung - Landesvereinigung der Bayerischen Bezirksschülersprecher e.V." (LSV). Auch hier kamen jedoch die Aktivitäten schon ein Jahr später zum Erliegen und es sah aus, als wäre ein weiterer Versuch gescheitert. 1987 nahmen jedoch die neuen Bezis die Vereinsarbeit wieder auf. Seither arbeitet die LSV kontinuierlich und hat mit den großen landesweiten Bildungskongressen "basis" 1998, 2001 und 2003 moderne Maßstäbe in der überschulischen SMV-Zusammenarbeit gesetzt. Politische Reaktion auf diese gestiegene Bedeutung ist 2003 der Plan des Kultusministeriums, eine offizielle SV auf Landesebene einzurichten. Ob dabei eine wirkliche Vertretung entsteht, oder nur eine Alibi-Einrichtung, die den Erfolg der LSV e.V. brechen soll, ist bisher noch zweifelhaft.
19.07.2006