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| Liebe Mitglieder und Freunde der Bruderschaft zum Hl. Kreuz Würzburg! | |
| Aus dem Franziskanerkloster in Würzburg sende ich Ihnen und Euch allen einen herzlichen Gruß! | |
| "So Gott will" - mit diesen Worten verabschieden wir Kreuzbergwallfahrer uns voneinander, wenn wir am 24. August glücklich wieder in Würzburg angekommen sind und unsere Gedanken schon auf die nächste Wallfahrt richten oder uns auf eine Begegnung im Laufe des Jahres freuen. "So Gott will", werden wir uns wieder sehen und uns wieder gemeinsam auf den Weg machen, in dem Bewusstsein, dass wir es nicht in der Hand haben, es aber getrost in die Hände Gottes legen dürfen. | |
| Dieses vertrauensvolle Bekenntnis ist mir in der zurückliegenden Zeit auch bei meinem Dienst als Krankenseelsorger immer wieder begegnet. Ich habe mich jedes Mal gefreut und bin selber im Herzen froh, wenn ein kranker Mensch, sei es vor einer Operation oder bei einer schweren Diagnose, mit diesen Worten seine Zuversicht und sein Gottvertrauen zum Ausdruck bringt. Es sind dann nicht nur die Worte, die so sprechen, sondern viel mehr noch die Augen, das Gesicht, die Hände, ja der ganze Mensch, der vertrauensvoll sein Schicksal, sein Leben in die Hände Gottes legt und sich von Gott gehalten und getragen weiß. Manche Kranke, die äußerlich sehr darnieder liegen, vermitteln mir dann das Gefühl, dass sie sich vielmehr aufgerichtet und gestützt wissen von dem Gott, der ihnen ihr Leben lang Halt und Stütze war. | |
| Dieses sich Aufrichten war auch Thema meiner Predigt beim Wallfahrtsamt auf dem Kreuzberg. Ich hatte den hl. Antonius von Padua zitiert, in seiner Zeit einer der größten Prediger unseres Ordens, und mit dieser Anleihe wohl auch in manche Wallfahrerherzen gesprochen. Daher komme ich gerne dem Wunsch nach, wenigsten einen Teil der Predigt im folgenden abzudrucken. | |
| Mit Antonius richtet sich der Blick auch auf Assisi, wo der junge Fernando - so hieß Antonius, solange er Mitglied der Augustiner-Chorherren war - zum Orden der Minderen Brüder kam, Franziskus und seinen Weg der Nachfolge des armen Christus kennen lernte, zuerst die einfachen Dienste als Küchengehilfe verrichtete, bevor sein Predigttalent entdeckt und er zum strahlenden Prediger wurde. Darum haben in diesem Rundbrief zwei Zeichnungen von Herrn Kurt Maisch ihren Platz gefunden, die bei einem Assisibesuch entstanden sind und mithelfen sollen, dass auch wir unsere Gedanken und Herzen "zum Himmel erheben" können. Für alle zeichnerischen Beiträge möchte ich Herrn Maisch ein ganz herzliches Danke sagen! | ![]() |
| Von Antonius ist uns überliefert, dass er sehr bildhaft, sehr anschaulich predigen konnte. Letztlich ahmt er damit Jesus nach, der uns im Evangelium immer wieder Bilder vor Augen stellt, die aus dem Alltag seiner Zuhörer kamen und darum nicht nur vom Kopf verstanden, sondern auch vom Herzen aufgenommen werden konnten. Zu diesen Bildern gehört für Antonius der Efeu, ein recht gewöhnliches Gewächs in den Augen seiner Zuhörer, und darum für eine Predigt umso geeigneter. Antonius sagt uns also: "Efeu ist ein Bild für die Menschen dieser Welt. Sie können sich nicht aus eigener, sondern nur mit fremder Kraft zum Himmel erheben." | |
| Ein Wort, das sehr anschaulich zeigt, wie es um den Menschen steht, in jüngeren wie in reiferen Jahren, und wie wichtig es ist, dass der Mensch einen Halt findet in seinem Leben. Wir wissen vom Efeu, dass diese Pflanze, wenn sie nichts findet, an dem sie hochranken kann, den ganzen Boden bedecken wird und es so allen sonstigen Pflanzen rundum, besonders den zarteren und schwächeren, unmöglich machen wird zu wachsen und zu blühen. Findet sie aber einen Halt an einem Stock oder einer Wand, dann richtet sie sich auf und wächst empor. | |
| "Efeu ist ein Bild für die Menschen dieser Welt. Sie können sich nicht aus eigener, sondern nur mit fremder Kraft zum Himmel erheben." Im Efeu können wir uns also immer wieder selber entdecken und uns fragen, was unserem Leben einen festen Halt gibt und uns hilft, uns zum Himmel zu erheben. Fragen wir uns also ganz konkret: Was lässt den Menschen sich aufrichten? Was bringt ihn aus der Horizontalen in die Vertikale? | |
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Da ist zuerst unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden. Ja, ich bin überzeugt davon, dass es gut und richtig ist, an erster Stelle an solch selbstverständliche Dinge zu denken - weil sie ja gar nicht so selbstverständlich sind! Wenn ich krank bin, wenn die Glieder schmerzen, wenn ich Nächte lang nicht schlafen konnte, dann fällt das Aufstehen schwer. Dann kann ich mich kaum aufrichten geschweige denn aufstehen, dann braucht es mitunter eine Zeit, in der ich liegen bleiben muss, in der ich Mittel und Hilfen brauche, um wieder zu Kräften zu kommen. Meine Gesundheit, mein Leib, sind Lebensmittel, die mir helfen, mich zu erheben, an meine Arbeit zu gehen, aufrecht zu gehen und zu leben. Dafür darf ich dankbar sein, und darum sollte ich mich auch immer sorgen. Mein Körper - Franziskus nennt ihn "Bruder Esel" - ist ein Geschenk des Lebens, ein natürliches Geschenk Gottes, für das ich auch verantwortlich bin. Darum muss ich auch immer wieder fragen, ob ich da und dort verantwortlich handle und lebe, was meinem Körper wirklich gut tut. Vielleicht muss mich der Arzt, der Mitbruder, der Ehepartner mitunter auf manches aufmerksam machen, was mir nicht gut tut. Letztlich kann mir aber niemand die Verantwortung abnehmen. |
| An zweiter Stelle möchte ich die Arbeit, die täglichen Aufgaben nennen. Franziskus weist seine Brüder an vielen Stellen darauf hin, dass sie den Müßiggang meiden sollen, dass sie entsprechend ihrer Begabung und ihrer Beauftragung der Brüdergemeinschaft und damit auch dem Reich Gottes dienen sollen. Das meint natürlich nicht, dass der oberste Sinn des Lebens die Arbeit oder die Leistung sind, oder dass derjenige am meisten wert ist oder besonders zu bewerten ist, der am meisten leistet. Die Arbeit ist eine Auf-gabe: Da ist eine Gabe, etwas, das mir geschenkt ist, eine Begabung, eine Fähigkeit, zu der etwas dazu kommt, darauf kommt, also auf-gegeben wird. Und ich denke, dass meine Arbeit dann in Ordnung ist, wenn sie mich erfüllt, wenn ich mit Kopf und Hand und Herz dabei sein kann und mich auch an manchem Erfolg freuen kann. Geht es uns nicht allen so, dass wir dann, wenn es wieder einmal geschafft ist, mit einer gewissen Befriedigung, ja Freude zurückblicken und sagen: Prima, das haben wir geschafft! Und oftmals kommt die Erkenntnis dazu: Alleine hätte ich es nicht geschafft, oder: Wer hätte gedacht, dass das klappt, oder: Das hatte ich mir selber gar nicht zugetraut... Solche Augenblicke sind wie das Gipfelerlebnis eines Bergsteigers, der auf dem langen Weg viele Phasen der Resignation, der Erschöpfung meistern muss, wenn er den Gipfel erreichen will. - Die Arbeit, unsere Aufgabe, ist wie ein Gipfelkreuz, das uns immer wieder anzieht, hochzieht, nicht sitzen bleiben lässt, uns aufrichtet. | |
| Als Ordenschrist möchte ich an dritter Stelle die Berufung nennen. Wir wissen uns gerufen mit einem heiligen Ruf. Jeder von uns hat da seine eigene Geschichte. Manchmal - und das ist etwas sehr Schönes - lässt uns der eine oder andere teilhaben an seiner persönlichen Berufungsgeschichte, indem er davon erzählt. Die Berufung ist etwas ganz Persönliches, Intimes, sozusagen eine Liebesgeschichte. Sie hat mit Gott und dem Einzelnen zu tun. Für Franziskus war es der Blick des Gekreuzigten auf dem Kreuzbild von San Damiano und seine Stimme, die ihm zuruft: "Franziskus, siehst du nicht, wie meine Kirche zerfällt? Geh und bau sie wieder auf!"- Die Berufung ist das, was meinem Leben in der Nachfolge immer wieder das gibt, was mich ermutigt, ich selbst zu sein, meinem Namen gerecht zu werden. Denn Gott wird mich einmal - nach einer rabbinischen Tradition - nicht fragen, warum ich nicht Mose war oder Elija oder sonst eine bedeutende Gestalt, sondern warum ich nicht Sussiak (also ich) gewesen bin. Und diesem Geheimnis muss ich immer wieder nachspüren, immer dran bleiben und mich vor Gott fragen: "Herr, was willst du, dass ich tun soll?" Ich bin überzeugt, dass es für jeden von uns immer wieder eine Ermutigung ist und dass es ihn aufrichtet, wenn er weiß, dass er seinem Ruf folgt und in dieser Spur bleibt. | |
| Nicht zuletzt möchte ich den Blick auf den Nächsten, auf die Nächsten lenken, die zu meinem Leben gehören. Jeder von uns hat von Kindesbeinen an Menschen an seiner Seite gehabt, die ihn ins Leben gebracht haben, zuerst getragen, dann geführt, mal geschubst, mal gezogen, und immer wieder aufgerichtet haben. - Aber auch die Widernisse und die Menschen, die mir das Leben schwer machen, mich mitunter verletzen, ja sogar entscheidend behindern, gehören zum Leben. Denn das Leben und die Welt stehen unter der Macht der Sünde, des Widersachers. Aber auch dieser - ob er will oder nicht - steht letztlich im Dienst des Heiles. Gerade durch die Widernisse können wir wachsen und bekommen Tiefe und Stabilität. | |
| Andererseits ist es eine frohmachende Wahrheit, dass wir nicht allein kämpfen und schuften, sondern dass wir immer wieder Begleitung haben, ja dass wir uns gegenseitig geschenkt sind. Franziskus hat das mit großer Freude wahr genommen: "Der Herr gab mir Brüder, Schwestern!" - Wie schön ist das wertschätzende, aufmunternde Wort, das Mitarbeiten, Mitsorgen, das gute Beispiel und Vorbild und nicht zuletzt das Gebet füreinander: Dinge, die uns aufrichten und mit denen wir andere aufrichten können! | |
| Es wäre noch viel zu sagen. Lasst es euch vom Efeu erzählen und zeigen. Letztlich dürfen wir uns alle am Himmel aufrichten, den wir erwarten, und uns am Eucharistischen Herrn aufrichten, indem wir unseren Blick auf ihn richten, der sich so ganz hingegeben hat an den Willen Gottes und so für uns alle zum Lebensmittel geworden ist, zum Brot des Lebens, das uns stärkt, aufrichtet und auf dem Weg hält. | |
| "Efeu ist ein Bild für die Menschen dieser Welt. Sie können sich nicht mit eigener, sondern nur mit fremder Kraft zum Himmel erheben", sagt Antonius über die Menschen. Diese Kräfte müssen nicht unbedingt "fremd" sein, im Gegenteil, manchmal kennen wir sie sehr gut. Allen diesen - ehrenamtlichen! - Kräften, die die ganze Vorarbeit geleistet haben und jetzt wieder helfen, den Rundbrief zu den Menschen zu bringen, ein herzliches Vergelt's Gott! | |
| Ich
wünsche Ihnen/Euch allen einen gesegneten Weg durch das Jahr, so Gott
will, ein frohes Wiedersehen bei der Wallfahrt, und "pace e bene", Frieden und
alles Gute, auch im Namen der Vorstandschaft, P. Maximilian M. Bauer, Präses |
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| Einladungen - bitte weitersagen! | |
| Für den
Besinnungstag im Schönstattzentrum am Samstag, 14. März 2009, von
9.00 bis 17.00 Uhr, mit P. Gerhard Wenzel vom Franziskanerkloster Würzburg
ist telefonische oder schriftliche
Anmeldung
bis spätestens 07. März erforderlich an: P. Maximilian M. Bauer, Franziskanergasse 7, 97070 Würzburg; Telefon: 0931/30901-0. Zur Karfreitagsandacht am 10. April um 8.00 Uhr im Dom laden wir wieder herzlich ein. Wir nehmen an der Trauermette teil, die an den drei Kartagen gebetet und gesungen wird. Am 3. Mittwoch im April entfällt das gemeinsame Gebet. Unsere "Kreuzbergmusiker" feiern heuer ihr 40-jähriges Jubiläum! Sie laden uns alle, besonders auch die ehemaligen Wallfahrerinnen und Wallfahrer ein zur Abendmesse in der Pfarrkirche St. Mauritius zu Estenfeld am Samstag, 9. Mai, um 19.00 Uhr, die natürlich von den Kreuzbergmusikern mitgestaltet wird. Sie möchten dabei auch die Gelegenheit nutzen, um Spenden für die Renovierung des Kirchendaches zu bitten. Die Maiandacht am 20. Mai findet wieder um 19.00 Uhr in der Marienkapelle statt, zusammen mit der Pfarrei Dom/Neumünster. Zur Kreuzwegandacht in Eibelstadt am 17. Juni sind alle Mitglieder und Freunde der Bruderschaft herzlich eingeladen. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Kreuzkapelle, in der uns Pfr. Büttner auch eine kleine Führung geben wird. Für die anschließende Einkehr wird durch die FFW bestens gesorgt sein. |
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| Hinweise - bitte weitersagen! | |
| Weihbischof
em. Helmut Bauer hat uns bei der Überreichung der Ehrenurkunde der
Kreuzbruderschaft im Dezember darauf hingewiesen, dass am 24. Juni das
Neumünster offiziell wieder geöffnet und seiner Bestimmung
übergeben wird. Näheres entnehmen Sie bitte der
Tagespresse. Die "Bildstöcke" von Eduard Popp, eine über 200 Seiten umfassende Sammlung und Beschreibung der Bildstöcke an unserem Wallweg, reich illustriert mit Fotos und Zeichnungen, ist weiterhin zum Preis von 12,00 an der Pforte des Franziskanerklosters und während der Wallfahrt erhältlich. Es kann auf Wunsch auch per Post verschickt werden, incl. 3,00 für Porto und Verpackung. Interessenten mögen sich bei P. Maximilian melden. |
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| Übernachtungen bei der Wallfahrt | |
| Bitte geben
Sie diese Informationen auch an Wallfahrer weiter, die nicht Mitglieder der
Bruderschaft sind und darum den Rundbrief nicht erhalten. Die Wallfahrtsleitung bittet auch in diesem Jahr wieder um Beachtung folgender Anliegen: Wallfahrer, die - auch kurzfristig - ihr Quartier nicht in Anspruch nehmen können, mögen dies dem Wallfahrtssekretär mitteilen, mit Angabe von Name, Adresse und/oder Telefonnummer der Quartierleute. Es finden sich immer dankbare Abnehmer und die Quartiergeber müssen sich nicht ärgern, wenn sie vergebens gewartet haben. Auf dem Kreuzberg können ca. 400 Personen - überwiegend in Schlafsälen - übernachten. Zusätzlich können wir Pensionszimmer in Frankenheim, Hotel Hansenmühle bieten. Anmeldung ist in beiden Fällen erforderlich. In Euerdorf und Burkardroth kann bei der Quartiersuche in der bewährten Weise geholfen werden: Wer kein Quartier hat, bleibt am Abend in der Nähe der Kirche. Dort laufen alle Informationen zusammen. Neben den Quartieren in Burkardroth steht uns wieder ein Gasthaus in Oberthulba zur Verfügung. Die Familie Scholz holt die Wallfahrer mit eigenen Fahrzeugen ab und bringt diese am Morgen rechtzeitig nach Burkardroth zurück. Anmeldung erforderlich. In Arnstein treffen sich Quartiersuchende auf dem Parkplatz vor der Stadthalle. Die Stadthalle selbst steht uns als Quartier für ca. 50 Personen (25 Damen / 25 Herren) wieder zur Verfügung. Anmeldung erforderlich. Anmeldungen sind an den Wallfahrtssekretär Hubert Hornung, Hermann-Mitnachtstr. 3, 97076 Würzburg oder per Mail zu richten. Die Bestätigung, insbesondere fürs Kloster Kreuzberg, erfolgt spätestens bis Mitte Mai 2008. |
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| Herausgeber
dieses Jahresrundbriefes ist die Bruderschaft zum Hl. Kreuz
Würzburg. URL: www.wuerzburg.de/wallfahrt Bankverbindung: Konto-Nr. 3 005 887 bei LIGA Würzburg, BLZ 750 903 00 Kontoinhaber: Bruderschaft zum Hl. Kreuz Würzburg - Diözese Würzburg |
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