


Mit dem Neubau der JVA Würzburg wurden die räumlichen Gegebenheiten für einen modernen Strafvollzug geschaffen, dessen Ziel die Integration straffällig gewordener Menschen ist. Leider leidet der Strafvollzug in Bayern unter einer drückenden Personalknappheit. Ehrenamtliche Mitarbeit kann hier ein wenig Erleichterung schaffen und die Angebote des hauptamtlichen Personals ergänzen. Integration von Straftätern kann nicht vom Staat erzwungen werden; sie kann nur dort gelingen, wo auch die Gesellschaft zur Integration bereit ist. Ehrenamtliches Engagement setzt hier wichtige Signale.
Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen im Strafvollzug können alle
werden, die nicht selbst die letzten Jahre hinter Gittern verbracht
haben. Voraussetzung ist die Bereitschaft, an der Wiedereingliederung
der Gefangenen mitzuarbeiten und sich an die in einem Gefängnis
geltenden Vorschriften zu halten.
In unserer Initiative, die zur Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg
gehört, ist Raum für jeden motivierten Interessenten,
egal welcher oder ob er einer Religionsgemeinschaft angehört.
Auch ein bestimmter Studiengang wird nicht vorausgesetzt.
Hauptbestandteil unserer Arbeit ist die Betreuung von zwei Häftlingsgruppen.
Dabei werden wir von einem erfahrenen Sozialarbeiter unterstützt.
Obwohl dies der Name unserer Gruppe suggerieren könnte, sind
wir keine politischen Aktivisten, die sich für die Befreiung
von Gefangenen oder gegen die grundsätzlichen Methoden des
Strafvollzugs einsetzen.
Unser Ziel ist es in einen Dialog mit den Häftlingen zu treten,
ihnen Abwechslung im Haftalltag zu bieten und die Rückkehr
in die Freiheit ein wenig zu erleichtern. Die Betreuung endet mit
der Entlassung der Häftlinge.

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