


 Schulden - was tun?Wann bin ich überschuldet?
Fast jedermann macht heutzutage Schulden. Man nimmt Kredite auf, um
beispielsweise ein Auto zu kaufen oder sich eine Wohnung einzurichten.
Unter normalen Umständen ist man in der Lage, solche Schulden
in einem überschaubaren Zeitraum wieder abzubauen. Manchmal treten
jedoch mehr oder weniger unerwartet Ereignisse ein, die auf einen
Schlag die ganze Situation verändern können (Krankheit,
Arbeitslosigkeit, Inhaftierung). Plötzlich stehen den laufenden
Ausgaben keine ausreichenden Einnahmen mehr gegenüber, und der
Schuldenberg beginnt unaufhaltsam zu wachsen. Ist dies der Fall, spricht
man von Überschuldung. In einer solchen Situation verliert
man oft den Überblick über seine finanzielle Lage. Es ist
jedoch unbedingt erforderlich, sich im klaren darüber zu sein,
wann man die Grenze von normalen Schulden zur Überschuldung überschritten
hat, denn nur dann kann man etwas dagegen unternehmen. |
| Wenn vom monatlichen Einkommen nach Abzug aller laufenden Kosten (Miete, Strom- und Heizkosten, Telefongebühren, Versicherungsbeiträge, Ausgaben für den Lebensunterhalt) zu wenig Geld zurückbleibt, um die monatlich zu zahlenden Raten und Zinsen zu begleichen, hat man die Grenze zur Überschuldung überschritten. | Wo bekomme ich Hilfe? Weil immer mehr Menschen überschuldet sind, gibt es inzwischen in den meisten Städten und Landkreisen Schuldnerberatungsstellen, so auch in Würzburg: |
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Schuldner- und Insolvenzberatung Neubaustraße 40
97070 Würzburg
(0931) 17979
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Schuldnerberatung für den Landkreis Würzburg Randersackerer Straße 25 97070 Würzburg (0931) 7961320 u. 7961321 | | Diese Schuldnerberatungsstellen bieten professionelle Hilfe zur Bewältigung der Schuldensituation an und sie sind vor allem eines: kostenlos! Dadurch unterscheiden sie sich auch von unseriösen Organisationen und Vereinen, die aus der Not überschuldeter Menschen noch Kapital zu schlagen versuchen, indem sie Beratungen nur gegen hohe Gebühren anbieten. Auf keinen Fall sollte man seine Schulden durch Kredite bei Kreditvermittlern zu überbrücken versuchen. Oftmals findet man in Zeitungen Inserate solcher Organisationen, die schnell und unbürokratisch Kredite versprechen, selbst dann wenn man von einer normalen Bank nichts mehr bekommt. Meistens vermehrt man durch solche Kredite zu überhöhten Zinsen seine Schulden unnötigerweise, anstatt sich um ihren Abbau zu kümmern. Was kann ich gegen meine Schulden tun?Am besten geht man das Problem zusammen mit einer offiziellen Schuldnerberatungstelle an. Dort werden einem zahlreiche Hilfestellungen zum Abbau der Schulden gegeben. Dazu zählen:
Zuerst muß man seine Miet- und Energieschulden in
den Griff bekommen, ansonsten fliegt man sehr schnell aus der Wohnung
oder steht im Dunkeln. Dazu muß man möglichst schnell
mit dem Vermieter bzw. dem Elektrizitätswerk reden und um Stundung
der fälligen Rechnungen oder deren Umwandlung in Ratenzahlungen
bitten.
Der wichtigste Schritt ist, sich zunächst einmal einen Überblick über seine Schulden zu verschaffen: | - Mietschulden
- Strom-, Gas-, Wärmeschulden
- Schulden bei Versandhäusern (Ratenzahlungen)
- Schulden bei Geschäften am Ort
- Versicherungsschulden
- Schadensersatzforderungen
- Wett- und Spielschulden
- Schulden bei Pfandhäusern
- Schulden bei Freunden und Verwandten
- Schulden beim Gericht
- Rechtsanwaltschulden
- Steuerschulden
- Arztschulden
- Schulden aus Unterhaltszahlungen
| | Die Schuldnerberatung hilft einem dabei, die Rechtmäßigkeit der Forderungen zu überprüfen. Gegebenfalls lassen sich gegen einzelne Gläubiger rechtliche Schritte unternehmen. Zusammen mit dem Schuldnerberater kann man die Gläubiger auch um Verlängerung von Zahlungsfristen oder einen Teilnachlaß der Schuld bitten. Jedem Gläubiger wird es lieber sein, wenigstens einen Teil seines Geldes wiederzusehen als überhaupt nichts. Als weiteres muß man nachsehen, welche gesetzlichen Leistungen einem als zusätzliche Einnahmequellen zur Verfügung stehen: | - Arbeitslosengeld
- Arbeitslosenhilfe
- Sozialhilfe
- Erziehungsgeld
- Kindergeld
- Wohngeld
- Unterhaltszahlungen
| Um einer weiteren Verschuldung vorzubeugen und bestehende Schulden abzubauen, ist außerdem die Erstellung eines Haushaltsplanes unerläßlich. Dort werden die monatlichen Einnahmen und Ausgaben aufgelistet, so daß man leicht den Überblick über seine finanzielle Situation behalten kann. Nur dann wenn man es schafft, die monatlichen Ausgaben durch Einsparungen (Verzicht auf Unnützes, Kauf billigerer Produkte) geringer zu halten als die Einnahmen, hat man eine Chance von seinen Schulden loszukommen.Restschuldbefreiung
Infos zur Restschuldbefreiung nach der neuen Insolvenzordnung bietet
eine Broschüre
des Justizministeriums, die kostenlos online im PDF-Format heruntergeladen
werden kann.
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